| 1,27 pro Liter Super: Jetzt billiger
tanken Die Preisunterschiede sind relativ groß. Preisbewußtsein lohnt sich. Genau so wie der Umstieg auf Biodiesel oder Flüssig-Gas. Die beste Spar-Methode sind noch immer die eigenen Füße. 12 Tipps, um mit dem Öldurst der Welt standesgemäß mitzuhalten. Drei Portale, die Spritpreise vergleichen, haben derzeit Hochkonjunktur. Regelmäßig veröffentlicht www.adac.de die durchschnittlichen Preise in Deutschland und vergleicht 20 Großstädte miteinander. www.clever-tanken.de hat fast 15.000 Tankstellen gelistet, die von Pächtern und sog. Benzinpreis-Piloten mit aktuellen Daten gefüttert werden. www.nice-prices.de recherchiert selbst und hat daher nur 2.000 Tankstellen gelistet. Den größten Fehler macht allerdings derjenige, der 20km weit fährt, um billiger zu tanken. Denn dabei geht für die Fahrt meistens die Ersparnis wieder drauf. Und unweltfreundlich ist das Verhalten auch nicht. Wesentlich logischer verhält sich derjenige, der konsequent immer dann tankt, wenn er sowieso an einer günstigen Tankstelle vorbeikommt, auch wenn der Tank noch zu 30% gefüllt ist. Neben der Konsequenz hilft auch der Wille zur Überwindung der eigenen Faulheit. Wer wirklich energiebewußt fahren will, sollte unter 3 Kilometer Strecke den Motor erst gar nicht starten, weil der Spritverbrauch bei Kaltstart doppelt so hoch ist wie bei warmem Motor. Spritschonend zu fahren klingt theoretisch ganz einfach. Grob gesprochen bekommt das derjenige am besten hin, der kaum das Bremspedal benutzen muß, weil er weit vorausschauend fährt. Das geht sogar, ohne den nachfolgenden Verkehr zu behindern, was eindeutig strafbar ist. Im Stadtverkehr hat das natürliche Grenzen, was anschaulich den hohen Verbrauch dort erklärt. Aber auch im Stadtverkehr kann man schon bei 2.000 Umdrehungen hochschalten und bei 50 km/h im fünften Gang fahren. Bei erkennbaren Hindernissen sollte man weit im voraus das Gas wegnehmen, ohne spürbar langsamer zu sein. Der "Bleifuß" ist seit Jahren mega-out. Es hat sogar vor 30 Jahren schon einmal einen "BSK" beim ADAC gegeben: Einen Benzin-Sparklotz, den man einfach unter das Gaspedal legen mußte, um maximal mit Halbgas fahren zu können. Wer zu dicht auffährt, schränkt ohne Grund seinen Handlungsspielraum ein und ist somit vom Verhalten seines Vordermanns abhängig. Dachgepäckträger sind nutzlose Spritfresser, wenn sie nicht benötigt werden. Also runter damit! Und Hand auf's Herz: Wieviel Kilogramm an nutzlos im Auto angesammeltem "Ballast" haben Sie beim letzten Modellwechsel umgeräumt? 100kg kosten rund einen Liter auf 100 Kilometern. Strom für Zusatzgeräte kommt im Auto auch nicht aus der Steckdose sondern aus der Lichtmaschine, und die wird bekanntlich im Nebenschluß zum Motor mit teurem Benzin gefüttert. Klimaanlage, 100Watt-Radio, Sitzheizung, Scheibenheizung fressen ganz schön Sprit. Aber auch alle anderen elektrischen und an sich doch ganz "nützlichen" Geräte sind letztlich und vor allen in der Summierung sehr teure Spritfresser. Wer bis hier alles mit Konsequenz und eisernem Willen beachtet, kann durchaus mit 25% weniger Sprit als vorher auskommen. Aber es gibt noch zwei Methoden, die weiteres Spar-Potential bergen. Wer sich im Mai am leuchtenden gelb der Felder der Republik erfreut oder sogar weiß, daß das Raps ist, was die schlauen Bauern dort hoch subventioniert anbauen, der sollte doch mindestens genau so schlau sein und Rapsdiesel tanken. Das ist ca. 15 Cent günstiger als normaler Diesel und inzwischen an immerhin 1900 Tankstellen erhältlich. Lediglich die Freigabe des Autoherstellers ist notwendig. Diese wurde bereits in den 90er-Jahren für eine Reihe von Pkw erteilt. Etwas mehr Mutes bedarf es, um schließlich richtig zu sparen mit Flüssig-Gas. Denn das kostet nur etwas mehr als 50 Cent pro Liter, was in etwa 90% des Brennwertes von Benzin entspricht. Es lohnt sich allerdings nur, wenn man die Entscheidung im Zusammenhang mit dem Neukauf eines Autos trifft. Eventuell gibt es einen Zuschuß vom örtlichen Gasversorger. Weil die EU beschlossen hat, den Anteil des Kraftstoffbedarfes aus alternativen Quellen bis 2020 deutlich zu erhöhen, dürfte sich der Gas-Preis für Auto-Gas zukünftig relativ zum Benzin eher verringern als erhöhen. Wer nicht so sehr auf das Bargeld schauen muß, kann demnächst auf noblem Niveau recht gut sparen mit dem Lexus RX 400h, wobei das kleine h für "hybrid" steht. Das bahnbrechende daran sind vier zusätzliche Elektromotoren in den Rädern, die den Spritverbrauch besonders im Stadtverkehr merklich senken sollen. Lexus versprich für das Fast-Oberklasse-Fahrzeug einen Verbrauch von unter 10 Litern pro 100km. Unsere Nobelmarken werden nachziehen - müssen. Wem das alles zu nervig ist, dem sei empfohlen, es mit Selbst-Hypnose und dem Zahlenmaterial des statischen Bundesamtes zu versuchen. So hat 1953 nachweislich ein Liter Normalbenzin unter 50 Pfennig gekostet. Aber inzwischen sind die Durschnittslöhne um wesentlich mehr als Faktor 5 gestiegen! So what? Wer hat da noch Angst vor Joschka's 5 DM! Oder waren es am Ende doch 5 Euro? |
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