Simulation

ADAS/AD wird realistischer

ADAS/AD wird realistischer

cogniBIT und dSpace arbeiten zusammen, um die Verkehrsszenarien für die Entwicklung und den Test autonomer Fahrzeuge noch realistischer zu machen. Im ersten Schritt koppelt dSpace seine Simulationsumgebung Automotive Simulation Models (ASM) mit cogniBITs KI-basiertem Fahrermodell driveBot, um unvorhergesehene Verhaltensweisen menschlicher Fahrer in Simulationen einzubeziehen. Künftig sollen Verhaltensmodelle weiterer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Motorradfahrer sukzessive in die Simulationen integriert werden. 

Verkehrssituationen werden durch das individuelle Verhalten von Verkehrsteilnehmern geprägt. Dabei spielen auch Emotionen wie Angst, Überraschung und Freude oder aber Limitierungen wie etwa ein eingeschränktes Sehvermögen der Verkehrsteilnehmer eine Rolle. Nur wenn all diese Aspekte realistisch in die Simulationen für die Entwicklung und den Test von Funktionen für das automatisierte Fahren einbezogen werden, wird hochautomatisiertes und autonomes Fahren in der Praxis sicher. Das KI-basierte Fahrermodell „driveBot“ von cogniBIT ermöglicht es, menschenähnliches Verhalten in der Simulation nachzubilden und realistische Verkehrsszenarien nachzustellen.

Realitätsnahe Fahrermodelle spielen bei der AD/ADAS- Entwicklung eine wichtige Rolle. Denn die Funktionen für das autonome Fahren werden im ersten Schritt auf die so genannten „Operational Design Domains“ (ODD), das heißt auf die spezifischen Betriebsbedingungen, ausgelegt. In diesen definierten operativen Bereichen müssen die automatisierten Fahrsysteme funktionieren. Wird dieser Bereich verlassen, fordert das System den Fahrer auf, die Steuerung zu übernehmen. Um die Assistenzsysteme im nächsten Schritt noch realistischer zu machen, können mit den KI-basierten Fahrermodellen von cogniBIT noch weitere Faktoren einbezogen werden – weil etwa ein unsicherer Fahranfänger oder ein gestresster Fahrer ein Fahrzeug steuert. 

Das KI-basierte Fahrermodell von cogniBIT kann nicht nur für das Ego-Fahrzeug, sondern auch in einer Mehragenten-Simulation für die umgebenden Verkehrsteilnehmer (Fellows) in der Simulationsumgebung ASM verwendet werden, um realistischen Umgebungsverkehr simulieren zu können.  Durch die realistische Bewegung der Fellows lassen sich simulierte Verkehrsszenarien effizient variieren, um Corner Cases zu identifizieren und so die Grenzen einer Fahrfunktion feststellen zu können. 

„Fahrfunktion für SAE Level 2 bis hin zu 5 müssen sorgfältig hinsichtlich der sicheren Interaktion mit menschlichen Verkehrsteilnehmern geprüft werden. Das Einbeziehen von neurowissenschaftlichen und sensomotorischen Erkenntnissen in die Simulation führt zu validen und aussagekräftigen Simulationsergebnissen und wird die Fahrfunktionen sicherer machen“, sagt Dr.-Ing Christopher Wiegand, strategischer Produktmanager der Business Unit Automated Driving & Software Solutions bei dSpace.

„dSpace stellt mit seiner Simulationsumgebung ASM ein mächtiges und in der Industrie weit verbreitetes Tool für die Entwicklung von Funktionen für das automatisierte und autonome Fahren bereit. Wir von cogniBIT freuen uns, die in Bereichen wie Fahrdynamik, Sensor- und Umgebungsmodellierung bereits hohe Realitätstreue von ASM durch ein valides Fahrer- und Verkehrsteilnehmermodell ergänzen zu können“, sagt Dr. Lukas Brostek, Mitgründer und Geschäftsführer von cogniBIT.

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Automobilindustrie trifft sich in Stuttgart

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach dem Re-Start der ersten Technikmessen in den vergangenen Wochen öffnet nun auch die Automotive Testing Expo ihre Tore. In Stuttgart treffen sich die Experten, um sich über die Neuheiten in Sachen Messtechnik und Sensorik rund um die Automobilindustrie auszutauschen.

Mit unserem Sonder-Newsletter möchten wir Ihnen nun vorab schon die neusten Produkte und Lösungen zeigen, die Sie auf der Messe entdecken können. Und mehr noch: Lesen Sie auch unser neues E-Paper "Automotive Testing". Hierin finden Sie weitere spannende Themen. Den Link finden Sie unten im Newsletter.

Zwei spannende Lektüren wünscht

Dirk Schaar

Chefredakteur

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