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Sensor + Test 2020

MEMS-Sensor

Mit sechs Freiheitsgraden für sicherheitskritische Funktionen im Automobilbereich

Murata gibt die Entwicklung eines neuen, in einem Gehäuse konzentrierten MEMS-Inertialsensors mit sechs Freiheitsgraden bekannt. Der Sensor des Typs SCHA600 bietet sich dank seiner herausragenden Leistungsfähigkeit für Fahrassistenzsysteme und automatisiertes Fahren an. Mit einer im Zentimeterbereich liegenden Genauigkeit für Fahrzeugdynamik und -position bürgt der Baustein für ein sicheres, robustes und verifiziertes autonomes Fahren.

Der SCHA600 ist ein gemäß AEC-Q100 qualifizierter Single-Package-Baustein mit 6 Freiheitsgraden, der über fortschrittliche Selbstdiagnose-Features verfügt und darüber hinaus kompatibel mit dem höchsten Automotive Safety Integrity Level ASIL-D ist. Mit einer Allan-Varianz von nur 0,9°/h bei Zimmertemperatur und einem RMS-Rauschen des Drehratengebers von unter 0,007°/s bietet der Sensor für Automotive-Anwendungen ein klassenbestes Performance-Niveau, was die Bias-Stabilität und das Rauschen angeht. Die Orthogonalität der Messachsen wird von Murata werksseitig kalibriert, sodass Systemintegratoren der Zeit- und Kostenaufwand für die eigene Umsetzung dieses Prozessschritts erspart bleibt.

Die SCHA600-Serie bringt umfangreiche Failsafe-Funktionen und Fehlerbits für Diagnosezwecke mit. Dazu gehören eine interne Referenzsignal-Überwachung, Prüfsummen-Verfahren zum Verifizieren der Kommunikation sowie die Erkennung von Sättigungen und Bereichsüberschreitungen des Signals. Die dynamische achsenübergreifende Kalibrierung sorgt für einen achsenübergreifenden Fehler von besser als 0,3° über den Temperaturbereich.

Der 3-Achsen-Beschleunigungssensor enthält ein spezielles Diagnose-Feature in Form einer ständig aktiven Selbsttestfunktion, die den Sensor während der Messung überwacht. In jedem einzelnen Messzyklus verifiziert diese patentierte Selbsttest-Funktion den ordnungsgemäßen Betrieb der gesamten Signalkette von der Bewegung des MEMS-Sensors bis zur Signalaufbereitung. Das Bauelement wird in einem 18,7 mm × 8,5 mm × 4,5 mm (L × B × H) großen SOIC-Gehäuse mit 32 Pins angeboten und ist für einen Temperaturbereich von −40 °C bis +110 °C ausgelegt. Muster sind ab sofort bei Murata erhältlich.


07.06.2020

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