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Weltpolitisch wird Europa jetzt schon als Vegetarier wahrgenommen in einer Welt voller Fleischfresser. Ich will nicht, dass wir Fleischfresser werden, aber wir werden so was wie Flexitarier werden müssen.
Sigmar Gabriel Ex-SPD-Chef ist der neue Vorsitzende der Atlantik-Brücke

Enttäuscht von Affen, schuf Gott den Menschen. Danach verzichtete er auf weitere Experimente.
Mark Twain amerikanischer Schriftsteller, 1835-1910

Bits und Bytes in Berlin: Wie Bosch Auto und Fertigung vernetzt

Highlights auf der Bosch ConnectedWorld 2019

  • Vernetzte Mobilität: Mehr Fahrspaß, Sicherheit und Effizienz für Autofahrer.
  • Vernetzte Fertigung: Mehr Flexibilität und Transparenz in der Logistik.

Das Internet der Dinge (IoT) verändert Mobilität grundlegend, macht Küchen intelligent und Fabriken produktiver. Auf dem Zukunfts- und IoT-Branchentreffen Bosch ConnectedWorld 2019 vom 15. bis 16. Mai in Berlin zeigt Bosch Lösungen für die vernetzte Welt. Zuhause, bei der Arbeit oder unterwegs machen innovative Produkte und Services den Alltag nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer und effizienter.

Move #LikeABosch: Produkte und Lösungen aus dem Bereich vernetzte Mobilität

Ladestopp mit Erlebnis: Die integrierte Lade- und Navigationslösung Convenience Charging von Bosch bietet Fahrern von Elektrofahrzeugen eine präzise Reichweitenprognose, Routenplanung entlang erforderlicher Ladestopps und ein einfaches Laden und Bezahlen. Mit neuen standortbezogenen Diensten macht Bosch nun auch den Ladestopp zum Erlebnis und hilft Autofahrern, die Zeit beim Laden sinnvoll zu überbrücken. Über eine Reservierungs-Plattform, die in die Routenplanung integriert ist, lassen sich in nur wenigen Sekunden Restaurants in der Umgebung der Ladestation buchen. Der Clou: Der Service kennt einmal hinterlegte Vorlieben des Autofahrers und schlägt auch in einer fremden Stadt passende Gaststätten, Bars oder Cafés vor. Zudem bindet Bosch mobile Ladeservices in Convenience Charging ein. Damit laden Autofahrer ihr Elektrofahrzeug auch ohne Ladesäule in der Nähe. Bosch arbeitet dafür beispielsweise mit dem Berliner Start-up Chargery zusammen. Der Full-Service-Dienstleister Chargery bietet unter anderem einen mobilen Ladeservice an, mit dem der Strom per Lastenfahrrad direkt zum Auto kommt.

Software-Updates aus der Datenwolke: Autos werden 15 Jahre lang und mehr gefahren. Damit die Fahrzeugsoftware nicht veraltet, setzen immer mehr Fahrzughersteller Software-Updates aus der Cloud ein. Damit lässt sich die Software wichtiger Steuergeräte so einfach wie beim Smartphone aktualisieren – ganz ohne zeitraubende Werkstattbesuche. Bosch entwickelt für die drahtlosen Updates sämtliche Lösungen aus einer Hand. Das beginnt bei Steuergeräten und der Kommunikationsinfrastruktur im Auto und geht bis zu modernen Verschlüsselungstechnologien und der Bosch IoT Cloud. Bereits mehr als fünf Millionen Autos werden mit Software der Bosch IoT Suite drahtlos aktualisiert.

Connectivity Control Unit für die V2X-Kommunikation: Bosch hat für die direkte Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X) eine intelligente Vernetzungseinheit entwickelt, die alle WLAN- und Mobilfunk-basierten Übertragungstechnologien beherrscht. Fahrzeuge können damit sowohl länder- als auch herstellerübergreifend miteinander und mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren. Beim komplexen Management der Datenverbindungen kooperiert Bosch mit dem portugiesischen Start-up Veniam. Die Software sucht permanent und für jeden Bedarf nach der besten Übertragungstechnologie und wechselt automatisch zwischen den verfügbaren Alternativen. Damit sorgt sie für die permanente, nahtlose Verbindung der Fahrzeuge, so dass sich Autos zuverlässig vor Unfällen, einem nahenden Stauende und Straßenglätte warnen.

Ganzheitliche Automotive Security: Schwachstellen in der IT-Sicherheit vernetzter und automatisierter Fahrzeuge lauern längst nicht nur im Fahrzeug selbst. Angreifer könnten bereits während der Produktion Zugriff auf Fahrzeugdaten oder etwa kryptografische Schlüssel erlangen. Oder Cyberangriffe werden vom Fahrzeug auf angebundene Backend-Systeme übertragen. Ganzheitliche Automotive Security muss daher Manufacturing IT-Security, Embedded IT-Security und Enterprise IT-Security vereinen. Der Automotive Security Anbieter ESCRYPT, eine 100-prozentige Bosch-Tochter, entwickelt integrierte Sicherheitslösungen über die gesamte automobile Wertschöpfungskette hinweg – von der automobilen Fertigung, über das vernetzte Fahrzeug sowie bis hin zu angebundenen Backend-Systemen und Mobilitätsdiensten.

Schnelle Hilfe mit Vivatar drive: Vivatar ist der digitale Schutzengel für unterwegs. Nun sorgt er nicht nur zu Fuß sondern auch im Auto für schnelle Hilfe. Dafür bringt Bosch die Vivatar drive App mit dem zugehörigen Vivatar drive Stecker auf den Markt. Dieser Notruf zum Nachrüsten wird ganz einfach in den Zigarettenanzünder des Autos eingesteckt und mit dem Smartphone gekoppelt. Vivatar drive erkennt Autounfälle und ruft im Ernstfall durch den Bosch Notruf-Assistenten automatisch Hilfe – egal ob bei einer Autofahrt auf einer abgelegenen Landstraße oder einer Fahrt durch Westeuropa. Mit Vivatar drive können somit Fahrzeug ohne fest verbautes eCall-System mit dem automatischen Notrufsystem nachgerüstet werden.

Augmented Reality mit Microsoft HoloLens 2: Bosch schult Werkstätten für komplexe Reparaturarbeiten an Fahrzeugen unter anderem mit Augmented Reality (AR). Ein Beispiel hierfür ist ein Training für Hochvoltsysteme. Die transparente AR-gestützte Darstellung ermöglicht einen detaillierten Einblick in Aufbau und Funktionen der Hochvolt-Komponenten. Als Partner von Microsoft ist Bosch eines der ersten Unternehmen weltweit, das seine selbst entwickelten AR-Lösungen auf der neuen HoloLens 2 einsetzen kann. Durch das deutlich größere Sichtfeld der Brille sieht beispielsweise ein Werkstattmitarbeiter mehr Informationen auf einen Blick und kann auch größere Objekte aus kürzerem Abstand betrachten.

Flexibles Immissions-Messsystem: Die Luftqualität wird heute meist nur punktuell mit sehr großen und teuren stationären Anlagen gemessen, wobei von einer einzelnen Messstelle häufig auf die Luftqualität der gesamten Stadt geschlossen wird. Um den Zusammenhang zwischen verschiedenen Emissionsquellen und Umwelt noch besser zu verstehen, hat Bosch ein neues Immissions-Messsystem entwickelt. Die kompakten Boxen lassen sich flexibel im Stadtgebiet einsetzen, beispielsweise an Laternenmasten oder Bushaltestellen. Sie messen Partikel (Feinstaub) und Stickstoffdioxid sowie Temperatur, Druck und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit. Auf dieser Grundlage erstellt Bosch eine Luftqualitätskarte und berät Städte im In- und Ausland bei Verkehrsplanung und -management. An Deutschlands meistbelastetem Verkehrsknotenpunkt in Stuttgart hat das Unternehmen gezeigt, wie mit Verkehrsverstetigung der Schadstoffausstoß der Bestandsflotte um bis zu 20 Prozent reduziert werden kann.

Manufacture #LikeABosch: Produkte und Lösungen rund um die vernetzte Fertigung

Bewegung in die Intralogistik: Autonome Transportsysteme sorgen in der Intralogistik für Flexibilität und Transparenz. Das neue ActiveShuttle von Bosch Rexroth befördert Lasten von bis zu 260 kg schnell und sicher durch die Fertigung. Die mit Kleinladungsträgern beladenen Bodenroller werden vollautomatisiert mithilfe einer integrierten Hubplattform auf- und abgeladen. Das ActiveShuttle ermöglicht so vielfältige Transportkonzepte – von zyklischen Transporten bis hin zu einer verbrauchsgesteuerten Materialversorgung. Auch bei gleichzeitigem Einsatz von anderen Transportfahrzeugen sowie der Anwesenheit von Personen fügt sich das Fahrzeug problemlos in das Intralogistikumfeld ein.

Optische Prüfung mit künstlicher Intelligenz: Künstliche Intelligenz birgt enormes Potenzial, um Qualität und Produktivität in der Fertigung zu verbessern. ViPA von Bosch ist ein KI-basiertes System zur visuellen Qualitätskontrolle. Ausgestattet mit einem Greifarm, moderner Kameratechnik und intelligenter Software inspiziert ViPAS unterschiedlichste Bauteile – von Schrauben über Pumpen bis hin zu Common-Rail-Injektoren. Die erfassten Bilder werden mit den abgespeicherten Informationen abgeglichen und die Teile entweder als OK oder NOK (defekt) klassifiziert. Dank Deep Learning lässt sich das System durch das Einlernen von Beispielbildern trainieren. So ist ViPAS für unterschiedliche Sichtprüfaufgaben einsetzbar.

3D-Druck für den industriellen Einsatz: Bosch und BigRep, einer der führenden Hersteller großformatiger 3D-Drucker, arbeiten gemeinsam daran, den 3D-Druck als industrielle Produktionstechnologie zu etablieren. Mittels automatisierter, additiver Fertigung können nicht mehr nur Prototypen und Modelle schnell und kostengünstig hergestellt werden, die Technologie wird fit für die Serienfertigung. Dafür haben die Unternehmen BigRep Drucker mit IoT-Lösungen von Bosch ausgestattet. IoT-Geräte, Software und intelligente Sensorik überwachen alle Betriebszustände und helfen, die Prozessqualität zu optimieren. Mit diesen Daten steigt auch die Qualität der gedruckten Bauteile. Gleichzeitig erhöhen die intelligent verarbeiteten Informationen die Verfügbarkeit der 3D-Drucker, da die Software Verschleiß und Fehler erkennt, noch bevor sie zu einem Maschinenstillstand führen.

Software für den transparenten Wertstrom: Die Nexeed-Software harmonisiert, analysiert und visualisiert riesige Datenmengen in der vernetzten Fertigung. Dadurch kann die Produktivität an einzelnen Standorten um bis zu 25 Prozent gesteigert und Lagerbestände um bis zu 30 Prozent verringert werden. Das bestätigen Bosch-interne Projekte. Darüber hinaus erhöht Nexeed die Flexibilität in den Werken: Maschinen lassen sich schneller umrüsten und auf eine kundenindividuelle Produktion ausrichten – bis hin zu Losgröße eins. Auch in der Intra- und Extralogistik sorgt die Nexeed Software für höhere Transparenz über den Materialfluss und internationale Lieferketten.

Intelligenz für autonome Roboter: Die Mobile Robotics-Plattform von Bosch ist eine innovative Software-Lösung zur Entwicklung und zum Betrieb autonom fahrender mobiler Roboter im industriellen Umfeld. Innerhalb kurzer Zeit können Roboter dazu befähigt werden, sich beispielsweise zu orientieren, Hindernisse zu erkennen und zu umfahren oder Gegenstände wie Paletten oder Boxen auf- und abzuladen. Per Cloud kann der Betreiber zudem sehen, wo sich der Roboter befindet, welche Aufgaben dieser gerade erledigt und ihm neue Aufgaben zuweisen. Der Ansatz einer modular gestalteten, generischen Plattform ermöglicht es, unterschiedliche Roboter sowie ganze Roboter-Flotten schnell und individuell mit dieser Intelligenz auszustatten und zu betreiben. Mögliche Einsatzfelder sind Putzroboter, die in großen Gebäuden wie Bahnhöfen oder Flughäfen autonom für Sauberkeit sorgen, Logistikroboter, die beispielsweise in großen Warenlagern Gegenstände von A nach B transportieren oder Outdoor-Fahrzeuge für Landwirtschaft oder Baustellen.

Bosch Elevator Cloud überwacht Aufzüge: Bei dieser Lösung ermitteln Sensoren die Betriebsdaten von Aufzüge, die anschließend in eine Cloud übertragen und analysiert werden. Die ausgewerteten Informationen tragen dazu bei, Ausfälle von Aufzügen zu erkennen und künftige Störungen vorauszusagen. Mit dem Service wird die Verfügbarkeit von Aufzügen erhöht und deren Betrieb für Aufzugbetreiber vereinfacht. Diese smarten Services sollen künftig auch für andere Maschinen wie Heizungen und Klimaanlagen anwendbar sein.


Bosch ConnectedWorld 2019

Beim diesjährigen IoT-Branchentreff Bosch ConnectedWorld in Berlin zeigen mehr als 80 Aussteller, wie die rasante Entwicklung des Internet der Dinge neue Möglichkeiten in der Arbeitswelt und im persönlichen Alltag schafft. In der Berliner „Station“ kommen am 15. und 16. Mai rund 5 000 Teilnehmer auf 14 000 Quadratmetern zusammen. Zu den mehr als 150 Rednern zählen neben Bosch-Chef Denner auch Dr. Joachim Wenning (CEO Munich Re), Magnus Hall (CEO Vattenfall) und Sir Timothy Berners-Lee (HTML-Erfinder und Begründer des World Wide Web). Bei einem Hackathon entwickeln etwa 700 Programmierer, Start-up-Mitarbeiter und Designer neue Ideen für vernetzte Lösungen im Leben, in der Mobilität, sowie in Industrie und Logistik. Die Bosch ConnectedWorld findet 2019 zum sechsten Mal statt. Sie ist eines der weltweit größten internationalen Treffen zum Internet der Dinge.


13.05.2019

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