Messlösungen

Bewertung und Fehlersuche in der physikalischen Ebene

Bewertung und Fehlersuche in der physikalischen Ebene

Die 10Base-T1S Trigger-, Dekodier-, Mess-/Grafik- und Physical Layer (TDME)-Lösung bietet leistungsstarke Trigger, transparente farbkodierte Dekodier-Overlays, Protokolltabellen und Suchfunktionen, Mess-/Grafik (M)-Funktionalität mit automatisierten Mess- und Grafiktools sowie Augendiagramm (E)-Funktionalität für die Bewertung und Fehlersuche in der physikalischen Ebene.

Das autonome Fahren ADAS und die Elektrifizierung von Fahrzeugen sind die beiden größten Trends in der Automobiltechnik heute und im nächsten Jahrzehnt. Beide Technologien erfordern eine stärkere Computisierung der Fahrzeuge da große Datenmengen in Echtzeit benötigt werden. Zur Realisierung ist ein Fahrzeugnetzwerk mit hoher Redundanz und wenigen zentralen Einheiten nötig, das alle Anforderungen an die Fahrzeugsteuerung bis hin zum autonomen Fahren mit möglichst geringen Kosten und höchster Zuverlässigkeit erfüllt. 10Base-T1S ist ein wichtiger Schritt für die Umstellung aller Fahrzeugnetze auf ethernetbasierte Standards, welches die Komplexität der Fahrzeugnetze verringert und die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit erhöht. Es stellt das fehlende Bindeglied im Automotive-Ethernet-Ökosystem dar und ermöglicht echte 10Mb/s Ethernet-to-the-Edge-Konnektivität, bei der Sensoren und Aktoren Teil des Ethernet-Netzwerks werden.

Ein einzigartiger Aspekt von 10Base-T1S, die diesen von allen anderen Automotive Ethernet Technologien unterscheidet, ist die Unterstützung einer Multidrop-Topologie, bei der mehrere Knoten über dasselbe Twisted-Pair-Kabel verbunden sind. Eine weitere Unterscheidung ist die Verwendung von Physical Layer Collision Avoidance (PLCA) Technik. Um Kollisionen von Datenpaketen zu vermeiden, hat jeder Teilnehmer eine feste ID und eine zugewiesene Sendegelegenheit welche nach dem Rotationsprinzip vergeben werden.

Teledyne LeCroy ist der erste Hersteller, der mit einer Trigger und Decoder Lösung die Analyse von Fahrzeugnetzwerken in ein Oszilloskop integriert hat. Die neue 10Base-T1S Lösung nutzt in idealer Weise diese kontinuierlich verfeinerte und im Umfang immer weiter gewachsenen Analysefunktionen und bietet einen Einblick in alle systemrelevanten Parameter, hilft die Signalintegrität zu überprüfen und Fehler auf der Signal- und Datenseite noch schneller zu finden.

Trigger-, Dekodier-, Mess-/Grafik- und Physical Layer (TDME)-Lösung( bedeutet:

Umfassender und leistungsfähiger 10Base-T1S-Trigger ("T")

Die automatische Zuordnung der ID der Teilnehmer zu einer MAC-Adresse geschieht auf Grundlage der Analyse des PLCA-Zyklus und vereinfacht die Einrichtung der Trigger-/Decoderfunktion. Es besteht die Möglichkeit, auf Beacon, ID, ID + DATA, Commit/Sync, ESD und CRC-Error zu triggern.

Konditionierter Daten Trigger Setup ("T")

Der konditionierte Trigger ermöglicht das Triggern komplexer Daten-Bedingung. Dies ist besonders nützlich in Situationen, in denen abnormale Ereignisse überwacht werden sollen, z. B. wenn ein Teilnehmer eine zu niedrige oder zu hohe Motordrehzahl oder eine zu hohe Kühlmitteltemperatur meldet.

Intuitive, farbkodierte Dekodier-Überlagerung ("D")

Ein transparentes Overlay mit farblicher Hervorhebung der unterschiedlichen Bereiche des Protokolls und des gesamten Nachrichtenpakets erleichtert das Verständnis der seriellen Dateninformationen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen, bei denen die Informationen zur Protokolldekodierung außerhalb des Signals angezeigt werden, korreliert hier die Signaldarstellung und die Protokolldekodierung direkt auf dem Display. Wird die Erfassungslänge erweitert oder verkürzt, passt sich das Dekodier-Overlay an, um genau die richtige Menge an Informationen anzuzeigen.

Interaktive Tabelle fasst die Ergebnisse zusammen ("D")

Mit einer tabellarischen Anzeige der dekodierten Informationen verwandelt sich das Oszilloskop in einen Protokollanalysator. Durch das Anpassen und Filtern der Tabelle werden nur die Daten angezeigt, die von Interesse sind. Durch das Antippen oder Anklicken einer Nachricht in der Tabelle wird automatisch der entsprechende Signalverlauf als Zoom auf dem Bildschirm angezeigt. Jede Tabelle kann zur Offline-Analyse exportiert werden. Bis zu vier verschiedenen dekodierten Signale eines beliebigen Typs können gleichzeitig in der Tabelle angezeigt werden.

Mess-/Grafik-Tools für die Validierungseffizienz ("M")

Eine schnelle Validierung von Ursache und Wirkung durch automatisierte Zeitmessungen zwischen Datenpaketen oder analogen Signalen und Datenpaketen hilft PLCA-Timing-Probleme zu verstehen. Serielle (digitale) Dateninhalte können in einen analogen Wert umgewandelt und grafisch dargestellt werden, um das Verhalten über die Zeit zu überwachen. Diese Funktionen helfen, dass die Validierung schneller durchgeführt werden kann und erlauben einen besseren Rückschluss auf mögliche Fehler.

Augendiagramme ("E")

Die Möglichkeit, die dekodierten Daten nach bestimmten Teilnehmer-IDs zu filtern, hilft zusammen mit der Augendiagramm-Anzeige bei der Identifizierung von Problemen der physikalischen Ebene und des PLCA-Zyklus. Messung von Augenparameter zur Quantifizierung der Systemleistung und benutzerdefinierte Masken helfen Anomalien zu identifizieren. Maskenverletzung können graphisch angezeigt und die Oszilloskoperfassung kann automatisch gestoppt werden.

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