Messräder

Nächste Generation für den Rennsport

Nächste Generation für den Rennsport

Nächste Generation für den Rennsport

Die Kistler Gruppe erweitert ihr Portfolio an Messlösungen um ein speziell entwickeltes Messrad (Radkraftaufnehmer) für Motorsportanwendungen: das RoaDyn Racing WFT (Wheel Force Transducer). Das neue Messrad misst präzise auf das Rad wirkende Kräfte und Drehmomente. Dies hilft Reifenherstellern und Rennsportteams zu verstehen, wie sich die Reifen verhalten und wie sie Probleme wie Reifenüberhitzung und Blasenbildung im Motorsport vermeiden können.

Die Reifenentwicklung im Motorsport muss unterschiedliche Anforderungen miteinander in Einklang bringen. An der Rennstrecke hat die Sicherheit von Fahrern und Zuschauern natürlich oberste Priorität. Die Performance der Reifen ist aber ein genauso entscheidender Faktor für das Rennergebnis. Reifenhersteller und Teams müssen das Verhalten der Reifen während der gesamten Lebensdauer verstehen, um die Sicherheit des Fahrers zu gewährleisten und gleichzeitig die Leistung zu maximieren. Dabei sind äußere Einflüsse wie Fahrbahntemperatur, Wetterbedingungen, Geschwindigkeit und Aerodynamik zu berücksichtigen.

Kistler hat das neue Messrad RoaDyn Racing WFT entwickelt, um auf diese Herausforderungen zu reagieren und die Reifenleistung zu optimieren. Es eignet sich besonders für Rennwagen und erfasst die auf das Rad wirkenden Kräfte, die zur Bestimmung der Reifenbelastung und zur Abschätzung des Verschleißes benötigt werden – beides entscheidende Kriterien für die Sicherheit des Fahrers. Jim Vaughan, Sales Director Vehicle Testing bei Kistler, erklärt: „Mit diesen Daten sind Motorsportteams in der Lage, ein zuverlässiges Reifenmodell zu entwickeln und das dynamische Verhalten des Reifens zu beurteilen. Sie können die WFT-Daten nutzen, um präzise Echtzeit-'Driver in the Loop'-Simulationen durchzuführen und die Reifenleistung und die Abnutzungsmodelle zu validieren.“

Innovatives Design reduziert Luftwiderstände

Das neue Messrad von Kistler ist modular aufgebaut. Die Kernkomponenten sind bewährte, temperaturkompensierte Messdosen, kombiniert mit einer Batterieversorgung und integriertem Datenspeicher. „Wir haben auf einen externen Stator verzichtet, indem wir einen integrierten Winkelgeber implementiert haben – das ist ein wichtiger Aspekt für Rennwagen mit offenen Rädern, weil dadurch jegliche aerodynamische Beeinträchtigung vermieden wird“, ergänzt Vaughan. Da im Motorsport immer ein hoher Zeitdruck herrscht, legten die Entwickler von Kistler bei dem neuen WFT besonderen Wert auf eine schnelle Montage und eine intuitive, komfortable Bedienung.

Das RoaDyn Racing WFT ist in leichter Magnesium- oder Aluminiumausführung erhältlich und wurde umfangreichen Ermüdungs- und Lebensdauertests mit über zwei Millionen Lastzyklen unterzogen. Das WFT wurde auf einer Reifenprüfanlage bei Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h mit einer Mehrkomponenten-Messnabe von Kistler (Typ P530) getestet – und darüber hinaus in realen Testsituationen mit einem Formel-E-Rennwagen auf der Rennstrecke validiert, um gleichzeitig hohe Leistung und Fahrersicherheit zu gewährleisten.

Der modulare Aufbau des neuen Messrads ebnet den Weg für zukünftige Entwicklungen, die von weiteren Rennserien bis hin zu straßentauglichen Sportwagen reichen. Abschließend kommentiert Jim Vaughan: „Mit dem RoaDyn Racing WFT von Kistler haben Entwicklungsingenieure jetzt ein Werkzeug, mit dem sie leistungsstarke Reifen in Zukunft noch besser verstehen.“

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