EMVA EVE 2019
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4. European Machine Vision Forum startet in Lyon

Die vierte Ausgabe des jährlichen European Machine Vision Forum gastiert in diesem Jahr in Lyon/Frankreich. Vom 4.-6. September werden auf der zweitätigen Konferenz erneut Bildverarbeitungsexperten die aktuellsten Entwicklungen der industriellen Bildverarbeitung und Bildsensorik vorstellen und diskutieren.

Bereits auf den Veranstaltungen der Vorjahre in Heidelberg, Wien und Bologna kristallisierte sich der einzigartige Charakter der Veranstaltung heraus. So ist es die erklärte Aufgabe des European Machine Vision Forum, führende Vertreter von Unternehmen und akademischer Forschung aus der Bildverarbeitung zusammenzubringen. Das ermöglicht den direkten Austausch dieser beiden oftmals noch getrennt agierenden Bereiche und fördert so neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Einerseits können Forschungsprojekte auf diese Weise schneller zur Marktreife gebracht werden; während andererseits akademische Forschungseinrichtungen die Probleme und Ansprüche der Anwender von Bildverarbeitung besser verstehen und diese bei ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit berücksichtigen können.

Organisiert wird das European Machine Vision unter der Schirmherrschaft der gemeinnützigen European Machine Vision Association, die ein globales Netzwerk von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Bildverarbeitungsbranche vertritt und die Einführung und Standardisierung von Bildverarbeitungs-Technologie fördert. EMVA-Vorstandsmitglied Professor Dr. Bernd Jähne von der Universität Heidelberg ist Initiator und Vorsitzender des European Machine Vision Forum. Sein Netzwerk und seine Bildverarbeitungsexpertise stehen Pate für die hohe Qualität des Vortragsprogramms auch in diesem Jahr in Lyon.

Hochkarätige Vorträge

Dort wird ein Trio von Keynote-Vorträgen namhafter Bildverarbeitungs-Experten das diesjährige Schwerpunktthema "Photonics and Machine Vision: Going Deep into Integration“ definieren. Von seiner jetzigen Position als Senior Technologist Europe für Hamamatsu Photonics aus wird Professor Dr. Peter Seitz einen Keynote-Vortrag mit dem provokanten Titel: "The future of image sensing - More intelligence or more sensing?" halten. Dr. Seitz schlägt vor, dass ein größerer Nutzen in der Anwendung erreicht werden kann, wenn modernste Verarbeitungstechnologien verwendet werden, die zusätzliche Sensorfunktionen an jedem Pixel beinhalten.

Eine spannende Komponente einer Konferenz mit einem rotierenden europäischen Standort ist zudem die Zusammenarbeit mit den jeweils regionalen Unternehmen und Forschungsinstituten. Dieser Aspekt wird durch zwei weitere Keynote-Vorträge von Professor Christian Wolf vom National Institute of Applied Sciences in Lyon und Dr. François Simoen vom CTO-Büro bei CEA-Leti, der Elektronik- und Informationstochter der französischen Kommission für Kernenergie und erneuerbare Energien mit Sitz in Grenoble, unterstrichen. Professor Wolf wird seine jüngste Arbeit in einem Vortrag mit dem Titel "Learning high-level reasoning in and from images" vorstellen. Darin beschäftigt er sich mit der Fähigkeit des Menschen, aus der Bildfolge kleiner Videoclips logische inhaltliche Schlüsse zu ziehen. Diese Fähigkeit fehlt bildverarbeitungs-basierten Systemen bislang. Sieht ein Mensch z.B. zuerst das Bild eines Babys, das ein Plüschtier hält und darauffolgend ein schreiendes Baby ohne Plüschtier, so kann der Mensch recht einfach kombinieren dass das Baby schreit, weil es kein Plüschtier mehr hat.

In einer gleichermaßen logischen Ergänzung zu den beiden ersten Keynote-Präsentationen wird Dr. François Simoen in seinem Vortrag "The convergence of photonics and electronics: an opportunity for machine vision" seine Sicht auf die Entwicklung der Sensortechnik von Hardware vorstellen. Photonische Technologien unterstützen und ermöglichen bereits heute Anwendungen der industriellen Bildverarbeitung und spielen eine wichtige Rolle in Bildverarbeitungskomponenten wie Sensoren, Kameras, Glasfasern, Displays und Beleuchtung. Dr. Simoen beobachtet eine zunehmende Konvergenz von Elektronik und Photonik, die konsequenterweise auch höhere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen erfordert.


Die Location für das Forum 2019 - das Palais de la Bours in Lyon / ©Groupe1862


Ausstellung und Poster ergänzen das Forum

Ergänzt wird die Veranstaltung durch eine hochkarätige Poster-Session und einer Ausstellung mit Ständen von führenden Bildverarbeitungs-Anbietern, darunter Allied Vision, Stemmer Imaging, Corning und Advantech. Dieses aufeinander abgestimmte Gesamtkonzept schafft vielfältige Möglichkeiten zum Netzwerken. Dazu gehört auch der französischen Themenabend, auf dem sich die Gelegenheit bietet, mehr über das Ökosystem der Bildverarbeitung in Frankreich zu erfahren.

Damit behandelt das 4. European Machine Vision Forum in Lyon einmal mehr die Themen, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Bildverarbeitungstechnologie gewährleisten. Es setzt außerdem die wichtige Tradition fort, dass sich dort einmal jährlich eine Schnittstelle bietet zwischen Spitzenforschung und den wirtschaftlichen Anforderungen der Unternehmen.

Ausführliche Informationen zum Forum erhalten Sie übber den Link: https://emvf-2019.emva.b2match.io/


08.08.2019

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