Bildverarbeitung

IR-Reflexionsschichten präzise vermessen

IR-Reflexionsschichten präzise vermessen

Zur Erhöhung der Effizienz erhalten H7-Halogenlampen in Autoscheinwerfern eine oder mehrere Infrarot-reflektierende Schichten. Damit wird die Wärmestrahlung zurück auf die Glühwendel gespiegelt, wodurch weniger elektrische Energie zum Erhalt der Betriebstemperatur notwendig ist.

die Glühwendel gespiegelt, wodurch weniger elektrische Energie zum Erhalt der Betriebstemperatur notwendig ist. Diese Maßnahme erhöht den Wirkungsgrad und verlängert die Lebensdauer der Lampe erheblich. Eine exakte Positionierung und präzise Ausrichtung der Reflexionsflächen ist dabei von erheblicher Bedeutung. Dieser Produktionsschritt ist äußerst fehleranfällig, weil die kleinen Lampen währenddessen nur an ihren dünnen Anschlussdrähten fixiert sind.

Der Thüringer Beschichtungsspezialist GBneuhaus setzt daher zur Qualitätskontrolle auf die Bildverarbeitungssysteme von Vision & Control. Dabei werden die Lampen nach der Beschichtung durchleuchtet und die Kanten der Reflexionsflächen vermessen. Herzstück des Prüfeinrichtung ist die intelligente Kamera pictor M58/E. In ihr ist die Hard- und Software zur Bilderfassung und Auswertung bereits integriert. Dank ihres LAN- Anschlusses und der Browser-basierten Benutzeroberfläche kann die Qualitätskontrolle praktisch mit jedem PC oder Tablet im gleichen Netzwerk eingerichtet und durchgeführt werden.

Die Bilder liefert das telezentrische Messobjektiv vicotar T151/0,26L. Auf Grund seines Objekt-seitig parallelen Strahlengangs bildet diese Optik Objekte ohne perspektivische Verzerrungen ab. Leichte Positionsschwankungen des Prüflings haben deshalb keinen Einfluss auf das Messergebnis. Die Durchleuchtung besorgt die diffuse Flächenleuchte FDL06-R633/C. Mit 633 nm liegt ihre Wellenlänge im nahen Infrarot-Bereich. Dadurch zeichnen sich die Infrarot-reflektierenden Schichten kontrastreich als schwarze Fläche in der Aufnahme ab.

Mit der grafischen Parametriersoftware vcwin ist die Prüfsequenz in wenigen Schritten erstellt. Mittels der Funktion "Gerade antasten" erkennt das Prüfprogramm zuerst die Glaskanten und davon ausgehend im nächsten Schritt die Schichtübergänge. Durch Kombination der gefundenen Kanten lässt sich ein Vektor berechnen, der exakt die Position und Ausrichtung der aufgedampften Schichten angibt. So wird sichergestellt, dass nur einwandfreie H7-Lampen die Produktion verlassen.