Galvanische Trennung

Galvanische Trennung: saubere Signale, höhere Sicherheit, stabile Messketten

Galvanische Trennung: saubere Signale, höhere Sicherheit, stabile Messketten
Galvanische Trennung: saubere Signale, höhere Sicherheit, stabile Messketten

In der industriellen Messtechnik reicht es nicht aus, Signale lediglich zu erfassen. Entscheidend ist, dass sie vom Sensor bis zur Auswertung präzise, stabil und störungsfrei übertragen werden. Genau hier spielt die galvanische Trennung eine zentrale Rolle: Sie entkoppelt zwei Stromkreise elektrisch voneinander, sodass kein direkter leitender Stromfluss zwischen ihnen stattfinden kann. Das verbessert die Messqualität, unterbricht Erdschleifen und erhöht zugleich die Sicherheit von Mensch, Elektronik und Anlage.

Gerade in industriellen Umgebungen mit langen Leitungswegen, unterschiedlichen Potentialen und hoher EMV-Belastung können bereits kleine Potentialunterschiede zu Messfehlern, Signalverzerrungen oder unerwünschten Ausgleichsströmen führen. Galvanische Trennung verhindert genau diese Effekte, weil der unerwünschte Strompfad zwischen Signalquelle und Messsystem unterbrochen wird. Das schafft die Grundlage für reproduzierbare Messergebnisse und schützt empfindliche Erfassungshardware vor Störeinflüssen und transienten Spannungen.

Galvanische Trennung in der Praxis: der IFTA GIA-IEPE

Mit dem IFTA GIA-IEPE bietet IFTA einen Trennverstärker für IEPE-Sensoren, der genau für diese Anforderungen entwickelt wurde. Er kommt überall dort zum Einsatz, wo Messsignale nicht direkt von der Datenerfassungshardware verarbeitet werden können oder wo bestehende Messketten um eine IEPE-Speisung ergänzt werden sollen. Durch die galvanische Trennung zwischen Eingangs- und Ausgangsseite einschließlich der zugehörigen Versorgung bleibt die Signalübertragung auch unter anspruchsvollen Bedingungen stabil und störungsarm.

Der GIA-IEPE ist mit einer einstellbaren IEPE-Speisung ausgestattet und eignet sich für den Einsatz mit IEPE-Sensoren ebenso wie für Messketten mit IEPE-Ladungsverstärkern. Gleichzeitig ermöglicht er die Anbindung an Messsysteme mit Spannungs- oder Stromeingang und lässt sich damit flexibel in bestehende Prüf- und Messumgebungen integrieren. Die Versorgung erfolgt mit 7 bis 36 VDC, die IEPE-Stromversorgung ist auf 4 mA, 8 mA oder 12 mA einstellbar, und die galvanische Trennung beträgt ±250 VDC. 

Ein wesentlicher Vorteil in der Praxis ist die Eignung für große Leitungslängen. Der GIA-IEPE unterstützt bis zu 100 m auf der IEPE-Seite sowie bis zu 1000 m bei der Übertragung des Ausgangssignals zum Messsystem. Damit eignet sich das Modul besonders für Anwendungen, in denen Sensorik und Auswertung räumlich voneinander getrennt sind oder Bestandsanlagen ohne großen Umbau erweitert werden sollen.

Hinzu kommen Funktionen, die den Betrieb im Alltag spürbar erleichtern: Der GIA-IEPE verfügt über Spannungs- und Stromausgang (±5 V/±5 mA), erkennt Kurzschluss und Kabelbruch automatisch und signalisiert Fehler eindeutig über Ausgangssignal und Status-LEDs. Zusätzlich kann ein DC-Offset aktiviert werden, um dem Messsystem mitzuteilen, dass die Messkette aktiv ist. Das erhöht die Transparenz im Betrieb und hilft, Fehlerzustände schneller zu erkennen.

Fazit

Galvanische Trennung ist in der Messtechnik kein Zusatznutzen, sondern eine Grundvoraussetzung für zuverlässige Signalerfassung in anspruchsvollen industriellen Umgebungen. Mit dem IFTA GIA-IEPE wird eine kompakte Lösung angeboten, die Messsignale stabilisiert, Störeinflüsse reduziert, Systeme schützt und die Integration von IEPE-Sensorik in bestehende Messketten deutlich vereinfacht.

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