Kapazitive Sensoren
Kapazitiv-keramische Sensoren: Mehr als eine Druckmesszelle
Keramische Messsensoren sind vor allem für den Einsatz in herausfordernden Prozessbedingungen geeignet. Neben ihrer Robustheit zeichnen sich durch zahlreiche weitere Vorteile aus und sind je nach Anforderung kundenspezifisch konfigurierbar.
Drucksensoren haben verschiedene Anwendungszwecke. Je nach Einsatzgebiet müssen sie über unterschiedliche Eigenschaften verfügen. In bestimmten Prozessumgebungen können Messzellen mit Metallmembran durch Belastungen wie Abrieb, aggressive Schlämme oder Druckstöße versagen. Die falsche Wahl des Sensors kann kostspielig werden und häufigere Rekalibrierung oder sogar den Austausch des Geräts erforderlich machen. Die keramischen Sensoren von Endress+Hauser Sensors&Components bestehen aus 99,9 % hochreiner Keramik (Al2O3) und eignen sich daher ideal für den Einsatz in rauen Umgebungen sowie einer Vielzahl von Prozessmedien.
Eine Messzelle – viele Vorteile
Kapazitive Keramiksensoren erweisen sich in extremen Umgebungsbedingungen wie beispielsweise dem Kontakt mit Säuren, Laugen oder abrasiven und korrosiven Prozessmedien als besonders langlebig. Auch in hygienischen Anwendungen können Keramiksensoren zum Einsatz kommen. Die Ceracore-Membran erfüllt die Anforderungen der FDA-Klasse VI für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Da die keramische Messzelle im Vergleich zu metallischen Sensoren ein trockenes System ist, d.h. die Druckübertragung ohne Ölfüllung funktioniert, besteht das Risiko einer Kontaminierung der Prozessmedien mit Füllöl nicht. Einer Verunreinigung ganzer Chargen wird somit erfolgreich vorgebeugt.
Ein großer Vorteil dieser Sensortechnologie ist die hohe Überlastfestigkeit. Diese wird dadurch erreicht, dass sich die Membran bei hohem Druck an den Grundkörper anlegen kann und deshalb nicht bricht.
Nachdem kein Überdruck mehr herrscht, kehrt die Membran in Ihre neutrale Lage zurück. Dank dieser Messzellenkonstruktion kann der kapazitive Keramiksensor je nach Messbereich mit bis zum 40-fachen seines Nennbereichs überlastet werden, ohne Genauigkeit einzubüßen.
Diese Art des Zellenaufbaus sorgt ebenfalls für eine hervorragende Langzeitstabilität, ein nahezu hysteresefreies Verhalten sowie Vakuumfestigkeit der Sensoren.
Vorteile keramisch-kapazitiven Drucksensoren auf einen Blick:
- Langzeitstabilität
- Vakuumfestigkeit
- Trockene, ölfreie Messzelle
- Abrasions- und Korrosionsbeständigkeit
- Hohe chemische sowie mechanische Beständigkeit
- Überlastfestigkeit
Mit dem keramisch-kapazitiven Drucksensor können Druckbereiche von 100 mbar bis 100 bar Absolut- oder Relativdruck gemessen werden. Kunden von Endress+Hauser Sensors&Components können dabei aus einer Reihe standardisierter Messbereiche auswählen oder diese individuell konfigurieren.
79689 Maulburg
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