VISION 2022

Hohe internationale Beteiligung

Hohe internationale Beteiligung

Hohe internationale Beteiligung

Hohe internationale Beteiligung

Hohe internationale Beteiligung

Zwei vollständig belegte Messehallen, zwei hochkarätig besetzte Vortragsforen: Die 30. Ausgabe der VISION brachte eine ausgezeichnete Stimmung in die Alfred Kärcher Halle (Halle 8) und die Paul Horn Halle (Halle 10). Die VISION 2022 verzeichnete insgesamt 6.505 Fachbesucherinnen und Fachbesucher. Damit wurde die Weltleitmesse erneut zum Zentrum der Bildverarbeitungsindustrie.

„Die VISION 2022 war ein voller Erfolg und übertrifft unsere Erwartungen bei Weitem – sowohl auf Besucher- als auch auf Ausstellerseite. Schön zu sehen ist auch, dass die Veranstaltung nach den pandemiebedingten Einschränkungen des Vorjahres wieder eine höhere internationale Beteiligung verzeichnen konnte. Damit entwickelt sich die VISION auch im Kontext veränderter Informationsbeschaffung wieder in Richtung bekannter Strukturen“, sagt Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart.

Insgesamt wurden Besucherinnen und Besucher aus rund 60 Ländern registriert. Am stärksten vertreten waren Italien, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Österreich, Belgien, Polen, Spanien und Großbritannien. Die VISION durfte auch wieder ein größeres Fachpublikum aus Südkorea, Japan und den USA begrüßen.

Neben den klassischen Anwenderbranchen wie Elektrotechnik/Elektronik, Maschinen- und Anlagenbau sowie Automobil- und Automobilzuliefererindustrie war auch ein bedeutender Anteil an Besucherinnen und Besuchern aus nichtindustriellen Branchen vor Ort – darunter die Medizintechnik und Pharmaindustrie, die Agrarindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Transport und Logistik. Dementsprechend ist auch das Angebotsinteresse an nichtindustriellen Anwendungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Auch schlüsselfertige Bildverarbeitungssysteme konnten ein gestiegenes Besucherinteresse verzeichnen.

Die Qualität der Besucherinnen und Besucher war nach wie vor hoch: 55 Prozent gaben an, ausschlaggebend oder mitentscheidend an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen im Unternehmen beteiligt zu sein. 27 Prozent kamen mit festen Investitions- oder Kaufabsichten auf die Messe.

Die Nachfrage nach Bildverarbeitungskomponenten und -systemen entwickelte sich im Jahr 2021 stärker als erwartet. Der Umsatz der deutschen Bildverarbeitungsindustrie stieg in Deutschland um 16 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Die europäische Bildverarbeitungsindustrie konnte ebenfalls ein Wachstum von 17 Prozent verzeichnen. Der VDMA Machine Vision als ideeller Träger der VISION bekräftigte im Rahmen der Messeeröffnung die positive Grundstimmung in der Branche: „Die weiteren Wachstumsaussichten sind trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit positiv. Die VDMA-Fachabteilung Machine Vision rechnet 2022 mit einem Wachstum von acht Prozent für die deutsche und europäische Bildverarbeitungsindustrie“, so Mark Williamson, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Machine Vision. „Die Bildverarbeitungsbranche erobert weiterhin neue Anwendungsfelder zunehmend auch im nichtindustriellen Bereich“. Die positiven Entwicklungen der Bildverarbeitungsindustrie spiegelten sich auch in der Anzahl der ausstellenden Unternehmen auf der VISION wider.

Insgesamt 378 ausstellende Unternehmen – 60 Prozent davon kamen aus dem Ausland – präsentierten an drei Tagen das breite Spektrum der Bildverarbeitung. Neben zahlreichen Erstteilnehmern waren die Keyplayer der Branche vor Ort. Für Dr. Dietmar Ley, CEO Basler AG, ist die VISION der wichtigste Computer Vision Marktplatz in Europa: „Die VISION ist für uns die zentrale Plattform, um Innovationen vorzustellen und unsere Neupositionierung Richtung Lösungsanbieter zu kommunizieren. Auch in diesem Jahr kamen viele Besucher mit konkreten Neuprojekten auf uns zu. Initiativen wie die VISION Guided Tours für Food & Beverages, Intra-Logistics, Medical & Pharma schufen neue Anreize für Besucher aus Anwendungen außerhalb der Fabrikautomation.“ Technologisch erlebte Basler auf der VISION 2022 eine Fortführung der Trendthemen aus den letzten Jahren. „Wir haben eine Weiterentwicklung im Bereich ‚Künstliche Intelligenz‘ gesehen. In dem Kontext wird sich Industrie 4.0 mit Cloud-Architektur und KI-basierte Bildverarbeitung auf Edge Devices weiter etablieren. Auch die 3D-Technologie wird weiter reifen und kostengünstiger werden.“

Jan Hartmann, IDS Geschäftsführer, unterstreicht ebenfalls die Bedeutung der VISION als technologische Leitmesse der Branche: „Bildverarbeitung ist eine zentrale Technologie für die Automatisierungstechnik, vor allem in Verbindung mit 3D Vision und künstlicher Intelligenz. Auf der VISION haben die Besucher erfahren, wie wir den Zugang zu diesen Schlüsseltechnologien erleichtern und mit einfach zu handhabenden Komponenten helfen, Automatisierungsprozesse anzustoßen und zu optimieren."

Erstmals als ausstellendes Unternehmen auf der VISION dabei war Beckhoff Automation. Bernd Stöber, Senior Produktmanager Vision, zeigte sich durchweg zufrieden: „Unser Ziel war es, der Vision-Tech Branche erstmals neben unserer bisherigen Vision-Softwarelösung auch die neuen Hardware-Produkte und damit eine integrierte, steuerungssynchronisierte Komplettlösung zu präsentieren. Welche Veranstaltung wäre dafür besser geeignet als die VISION. Mit unserem erweiterten Portfolio konnten wir eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen Kontakten knüpfen. Nach den intensiven Gesprächen auf der VISION nehmen die Besucher Beckhoff als Komplettanbieter für Vision-Lösungen wahr. Damit steht für uns fest, auch 2024 wieder als Aussteller dabei zu sein.“

VISION Award 2022 geht an Kitov.ai

Zum ersten Mal war auch Kitov.ai dabei. Das Unternehmen aus Israel gewann bei seiner Premiere direkt den VISION Award 2022 für seine CAD2SCAN-Software, die den Aufbau von robotischen Inspektionssystemen durch den Einsatz CAD-basierter automatisierter Inspektionsplanung signifikant vereinfacht. „Dass wir den VISION Award 2022 gewonnen haben, ermöglicht uns, die Entwicklung dieser Technologie fortzuführen und die KI zu optimieren. Dies erleichtert es Herstellern, die automatisierte visuelle Inspektion einzuführen. Wir sind unendlich dankbar, dass wir die Gelegenheit bekommen haben, ein breiteres Fachpublikum anzusprechen. Es gibt keine größere Wertschätzung für unsere Arbeit. Ich kann jedem Unternehmen nur empfehlen, ihre Innovationen im Bereich industrieller Bildverarbeitung und KI für den VISION Award einzureichen“, so Corey Merchant, Vice President Americas bei Kitov.ai.

VISION Start-up World auf Wachstumskurs

Ausdruck der Innovationskraft der Branche ist auch die VISION Start-up World, auf der sich insgesamt 20 junge Unternehmen präsentieren konnten. Im Rahmen der täglich stattfindenden Start-up Pitch Sessions wurde jeweils ein Start-up of the Day gekürt, aus welchen am letzten Messetag Visometry aus Darmstadt als VISION Start-up 2022 hervorging. Das Unternehmen überzeugte die Jury mit ihrem „Digital Twin“-Ansatz zur Erkennung und Verfolgung von Bauteilen anhand ihrer 3D CAD-Daten. Damit können Qualiätsingenieure eine Soll-/Ist-Analyse durchführen, um Produktionsfehler möglichst frühzeitig im Montageprozess zu erkennen.

Für diejenigen, die nicht persönlich vor Ort sein konnten, bot die VISION einen Livestream sowie Videos on demand des gesamten Vortragsprogramms der Industrial VISION Days an. Die Zuschauerinnen und Zuschauer des Livestreams kamen aus insgesamt 18 Ländern. Dies zeigte erneut die internationale Bedeutung der VISION.

Standards als Grundlage für Wachstum

Weltweit einheitliche Standards gelten als Grundlage für die Akzeptanz von Bildverarbeitungstechnologie in den unterschiedlichsten Anwenderbranchen. Dies betont auch der europäische Bildverarbeitungsverband EMVA. „Als führender europäischer Branchenverband haben wir erneut den Stand ‚International Vision Standards‘ betreut, um die für das weitere Wachstum der Vision-Industrie erforderlichen Standards den Fachbesucherinnen und Fachbesuchern der VISION näher zu bringen. Die VISION ist weiterhin die wichtigste Bildverarbeitungsmesse weltweit. Die vielen neuen Unternehmen und Technologien auf der Messe haben dies eindrücklich bestätigt und untermauern das Leistungspotenzial und die hohe Lebendigkeit der Branche. Wir betreten gerade ein neues makroökonomisches Umfeld und sind zuversichtlich, dass die Bildverarbeitung bestens aufgestellt ist, auch weiterhin langfristigen Mehrwert für unsere Anwenderinnen und Anwender zu schaffen“, fasst Dr. Chris Yates, EMVA Präsident, zusammen.

Eine Einschätzung, die Dr. Dietmar Ley, CEO Basler AG, grundsätzlich teilt:„Aktuell ist die Branche einer starken Marktdynamik ausgesetzt. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass Nachfragerückgänge in der Regel nicht länger als 18 Monate angedauert haben. Wir gehen davon aus, dass sich der Markt 2024 wieder erholt und sich die Lage auf den Materialmärkten der elektronischen Bauteile noch im Laufe des Jahres 2023 verbessert.“

Die nächste VISION findet am 8. bis 10. Oktober 2024 statt.

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