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Mit starken Zahlen und ordentlich Schwung ins neue Jahr

Mit starken Zahlen und ordentlich Schwung ins neue Jahr

Innovative Produkte und das durchgängig digitalisierte Business-Konzept haben Fraba auch 2020 schwarze Zahlen beschert.

Trotz heftigem Gegenwind durch die Ausbreitung des Corona Virus konnte die global aktive Fraba-Group, deren Hauptmarke Posital regelmäßig neue Akzente in Sachen Positionssensorik und Energy Harvesting setzt, das Geschäftsjahr 2020 (Jahresende: 31.12.) mit einem Plus von drei Prozent abschließen. Weltweit wurde ein Umsatz in Höhe von knapp 40 Millionen Euro erzielt – mit konstant 230 Mitarbeitern, die in Europa, Asien und den USA beschäftigt sind. Der Gewinn konnte überdurchschnittlich gesteigert werden, wobei u.a. Einsparungen durch fehlende Reisen positiv zu Buche schlugen „Das Ergebnis kann sich sehen lassen – auch wenn wir 2020 nicht das unter regulären Umständen angepeilte zweistellige Wachstum realisieren konnten“, so Christian Leeser, Mehrheitsgesellschafter und CEO von Fraba.

Für eine stabile Entwicklung sorgte gerade im Corona-Jahr die breite Aufstellung des Posital-Portfolios, das nicht zuletzt krisenfeste Branchen wie den Medizin- und Pharmabereich, die Lebensmittelindustrie sowie die Logistik mit passgenauen Drehgebern und Neigungssensoren im Visier hat. Entscheidend war, dass die Lieferketten hielten und die digitale Fertigung – die auf ‚Mass Customization’ und ‚Losgröße 1’ basiert – ohne Unterbrechungen laufen konnte.

„Ein riesiges Plus war, dass wir uns dank des bereits vor langer Zeit etablierten Unternehmens-Systems – mit flacher Hierarchie, komplett digitalisierten Prozessen, flexiblem Büro-Konzept mit hohem Home Office-Anteil, einer ‚Open Book Policy’ und großen Entscheidungsfreiräumen für sämtliche Mitarbeiter – aus dem Stand auf die neue Normalität des virtuellen Arbeitens einstellen konnten“, so Leeser. Für besondere Impulse sorgten 2020 vor allem der Launch des Reference- und Order-Portals EncoderMatch.com, das Instandhalter beim schnellen und kostengünstigen Austausch von Inkremental-Drehgebern unterschiedlichster Hersteller aktiv unterstützt, sowie die Premiere des kleinsten Kit Encoders für integriertes Motorfeedback. Das Mini-Kit (d=22 mm) hat als Weltneuheit den Weg frei gemacht für Multiturn-Überwachung in Klein- und Kleinstantrieben.

Deutlich verstärkt hat Fraba letztes Jahr sein Engagement im Bereich der Wiegand-Technik, die als Energy Harvesting-System für die Versorgung der Zählelektronik in magnetischen Multiturn-Drehgebern genutzt wird – und so Getriebe und Batterien obsolet gemacht hat. Jährlich fertigt Posital über eine Million Wiegand-Sensoren, die magnetisch induzierte Impulse in Spannung bzw. Energie umwandeln, als SMD-bestückbare Bauteile.

Um die Wiegand-Technik künftig noch stärker im Pool der Energy Harvesting-Systeme wie Solar, Piezo oder Thermoelektrik zu etablieren, wurden Mitte 2020 mit Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung zwei richtungsweisende Forschungsinitiativen gestartet – Laufzeit: je drei Jahre. Ziel des ersten Projektes ist, die Fertigung der Wiegand-Sensoren weiter zu skalieren und die Stückkosten noch einmal deutlich zu reduzieren.

Beim zweiten Projekt steht die signifikante Erhöhung der Energieausbeute im Mittelpunkt. Konkret geht es darum, genügend Energie für die drahtlose Kommunikation von Sensoren in vernetzten IoT-Systemen zu erzeugen. Beide Forschungsprojekte sind eng verzahnt mit einer globalen FRABA-Initiative, die völlig neue Aktionsfelder – jenseits vom Wiegand-Einsatz bei Multiturn-Encodern – im Visier hat. Auf der Agenda der Task Force, die demnächst zur eigenständigen Marke UBITO aufgewertet wird, steht das systematische Aufspüren von innovativen Wiegand-Applikationen.

„Es spricht eine Menge dafür, dass 2021 ein starkes und schwungvolles Jahr wird“, freut sich Leeser. „Neben Ubito haben wir mit Credemus eine zweite spannende Neugründung in den Startlöchern, bei der wir unsere in Eigenregie entwickelte digitale Business Plattform interessierten Mittelstands-unternehmen in praktischer Form anbieten – von der Implementierung erprobter Software-Tools bis zu handfestem Consulting. Credemus wie Ubito sind Teil eines ambitionierten Rebrandings, das wir uns für 2021 vorgenommen haben.“ Angespornt vom überproportional guten Auftragseingang der ersten vier Monate wagt der Fraba-Chef die Prognose: „Wenn uns punktuelle Materialengpässe keinen Strich durch die Rechnung machen, sollte das Plus in 2021 wieder deutlich zweistellig ausfallen.“