Aus dem AMA Verband

Sensorik und Messtechnik: Nach Umsatzrückgängen wieder im Aufwind

Sensorik und Messtechnik: Nach Umsatzrückgängen wieder im Aufwind

Sensorik und Messtechnik: Nach Umsatzrückgängen wieder im Aufwind

Sensorik und Messtechnik: Nach Umsatzrückgängen wieder im Aufwind

Sensorik und Messtechnik: Nach Umsatzrückgängen wieder im Aufwind

Sensorik und Messtechnik verzeichnet im Jahr 2020 ein Umsatzminus von zwei Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Branche jedoch wieder mit einer deutlich positiveren Entwicklung von plus neun Prozent Umsatzwachstum. Im zurückliegenden Jahr investierte die Branche zehn Prozent weniger als im Vorjahr, die Exportquote stieg um zehn Prozentpunkte, die Anzahl der Unternehmen mit Mitarbeitern in Kurzarbeit liegt bei 52 Prozent.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) befragte seine Mitglieder im Januar 2021 zur wirtschaftlichen Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres 2020. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete die Branche insgesamt ein Umsatzminus von zwei Prozent. In den ersten beiden Quartalen sanken die Umsätze, im dritten und vierten Quartal zogen diese wieder an. Das vierte Quartal schloss die Branche mit einem deutlichen Umsatzplus von zehn Prozent ab, verglichen mit dem Vorquartal.  

Investitionen zurückgefahren

Galt die Branche bisher als besonders investitionsfreudig, so wurden viele Investitionen im vergangen Jahr zurückgefahren. Insbesondere große Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiter investierten zögerlich. Kleine und mittelgroße AMA Mitglieder investierten mehr als im Vorjahr. Insgesamt plant die Branche für das laufende Jahr die Investitionen wieder um elf Prozent zu steigern. 

Branche verzeichnet deutlichen Exportanstieg

Die traditionell starke Exportquote der Branche verzeichnete einen weiteren Anstieg. Seit 2016 gehen die Exportquoten ins europäische Ausland allerdings zurück, während die Exportquote ins nicht europäische Ausland kontinuierlich weiter ansteigt. Insgesamt lag die Exportquote im Jahr 2020 bei 61 Prozent. Die Exportquote ins europäische Ausland lag im zurückliegenden Jahr bei 24 Prozentpunkten.  

Weniger Mitarbeiter in Kurzarbeit

Pandemiebedingt führte auch die Sensorik und Messtechnik Kurzarbeit ein. Setzten im dritten Quartal noch 58 Prozent der Unternehmen auf Kurzarbeit, reduzierte sich die Anzahl im vierten Quartal auf 52 Prozent. Nach dem im zweiten Quartal rund 38 Prozent aller Arbeitsplätze der Branche in Kurzarbeit waren, betrug der Anteil der betroffenen Arbeitsplätze zum Ende des Jahres 2020 nur noch elf Prozent.

Pandemie wirkt sich positiv auf Digitalisierung aus

Der AMA Verband befragte seine Mitglieder ob und auf welchen Gebieten pandemiebedingt digitalisiert wird. 86 Prozent der AMA Mitglieder geben an, dass die COVID-19-Pandemie zu einer verstärkten Digitalisierung in den Unternehmen führt. Große wie auch kleine und mittelständige Unternehmen gaben an insbesondere den eigenen Vertrieb zu digitalisieren.

Zusammenfassendes Statement

„Das Jahr 2020 war auch für unsere Branche kein gutes Jahr. In der ersten Jahreshälfte sanken Umsätze, Investitionen und die Anzahl der Arbeitsplätze. Dank Kurzarbeit konnten spezialisierte Fachkräfte unserer Mitglieder gehalten werden “, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Im zweiten Halbjahr zogen die Umsätze und Auftragseingänge wieder an und die Investitionsbereitschaft wächst. Das stimmt die Branche insgesamt positiv, sie erwartet ein Umsatzplus von neun Prozent für das Geschäftsjahr 2021.“