HMI-System
Modulare HMI-Systeme: Flexibel, GMP-konform und auditfest
Lange Anlagenlaufzeiten, strenge GMP-Vorgaben und neue Sicherheitsregeln erfordern HMI-Systeme, die modular, validierungsfreundlich und wartungsarm sind.
Zukunftssichere HMI-Konzepte für die Pharmaproduktion
Ein Display flackert, der Produktionsbatch steht. Das Bedienterminal müsste für ein Update ausgebaut und eingeschickt werden – doch das bedeutet Unterbrechung, Validierungsaufwand und womöglich eine Auditherausforderung. Szenarien wie dieses zeigen, wie eng der Lebenszyklus von Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) heute mit Prozesssicherheit, Flexibilität und IT-Konformität verknüpft ist.
HMI-Lösungen im Spannungsfeld von GMP, Produktionstempo und Cybersicherheit
Anlagen in der pharmazeutischen und chemischen Industrie laufen oft jahrzehntelang – doch HMI-Systeme altern schneller. Gleichzeitig wachsen die regulatorischen Anforderungen, insbesondere in Hinblick auf IT-Sicherheit (Stichwort: NIS2, Cyber Resilience Act). Für Betreiber bedeutet das: Sie müssen ihre Bedientechnik regelmäßig aktualisieren – dürfen dabei aber GMP-Vorgaben, Validierungspflichten und die Reinraumtauglichkeit nicht aus dem Blick verlieren.
Modularität als Lösung: VisuNet von Pepperl+Fuchs
Mit der HMI-Serie VisuNet FLX bietet Pepperl+Fuchs eine Antwort auf diese Herausforderungen: Ein vollmodulares System, das aus Displayeinheit, Rechnermodul (Thin Client oder PC) und Netzteil besteht – alle Komponenten sind einzeln austauschbar, und zwar vor Ort. So lassen sich z. B. defekte Displays oder veraltete CPUs gezielt ersetzen, ohne das ganze HMI-Gerät einzusenden. Für Betreiber bedeutet das: keine unnötigen Stillstände, kein aufwändiger Revalidierungsprozess, kein Risiko beim nächsten Audit.
Reinraumtauglich und robust zugleich
Die VisuNet-Systeme sind aus Edelstahl gefertigt, verfügen über IP66-Schutz und sind so konstruiert, dass sie spaltfrei und leicht zu reinigen sind – also optimal für Reinraumklasse D und optional auch C. Gleichzeitig halten sie aggressive Reinigungsmittel ebenso aus wie die rauen Bedingungen in chemischen Produktionsumgebungen. Mit HMI-Systemen für Anwendungen bis Zone 1/21 bietet Pepperl+Fuchs ein umfassendes VisuNet-Portfolio für alle Bereiche – vom Nicht-Ex-Umfeld über Zone 2/22 bis in explosionsgefährdete Zonen 1/21.
Zukunftssicher im Zeichen von CRA und NIS2
Mit der bevorstehenden Umsetzung von EU-Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act (CRA) und der NIS2-Richtlinie rücken auch industrielle HMI-Systeme stärker in den Fokus regulatorischer Aufmerksamkeit. Pepperl+Fuchs begegnet diesem Wandel mit einem HMI-Ansatz, der konsequent auf Updatefähigkeit, rollenbasierte Zugriffskontrolle und Systemhärtung ausgelegt ist. Sicherheitsrelevante Firmware-Updates lassen sich zentral ausrollen – auch im validierten Umfeld.
Sicher, skalierbar, updatefähig
Mit der Thin-Client-Firmware VisuNet RM Shell und dem zentralen Verwaltungswerkzeug VisuNet Control Center lassen sich alle HMIs einer Anlage zentral konfigurieren und updaten – ganz ohne physische Eingriffe am Gerät. Integrierbare RFID-Leser ermöglichen die benutzerspezifische Anmeldung, unterstützen Anforderungen wie 21 CFR Part 11 oder Annex 11, und reduzieren die Auditangst nachhaltig.
PAS-X ready: Integration in digitale Pharma-Workflows
Seit 2023 kooperiert Pepperl+Fuchs mit Körber. Ziel: die nahtlose Integration der VisuNet-HMIs in das weit verbreitete PAS-X MES. Die Geräte sind offiziell als PAS-X ready zertifiziert – ein wichtiger Baustein für durchgängige, GMP-konforme, papierlose Produktion.
Fazit
Anlagenbetreiber brauchen heute HMI-Systeme, die mit den Anforderungen wachsen: modular, wartungsarm, validierungsfreundlich, cybersicher und hygienisch designt. VisuNet von Pepperl+Fuchs erfüllt genau diese Ansprüche – für die digitale Produktion von heute und morgen.
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