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Datenlogger

So lassen sich Transporte einfach überwachen - ein Interview mit Michael Wöhr

Wer bei Auseinandersetzungen im Falle von Transportschäden bessere Karten haben möchte, lässt seine Transporte von spezialisierten Datenloggern überwachen. Der Sensorhersteller Aspion hat ein neues System auf den Markt gebracht, das eine differenzierte Sicht auf die Umstände während des Transports erlaubt. Wir sprachen mit Geschäftsführer Michael Wöhr.

Herr Wöhr, was haben Sie bei Ihrem neuen Sensor anders gelöst als bei anderen, im Markt befindlichen Sensoren?

Von Anfang an haben wir uns bei der Entwicklung unseres Schocksensors auf die Effizienz und Einfachheit konzentriert nach dem Motto „weniger ist mehr“. Das wirkt sich in vielfältiger Hinsicht positiv aus wie beispielsweise die Zusammenstellung der Komponenten für einen extrem niedrigen Stromverbrauch – mit der Folge, dass wir lange Laufzeiten mit einer kleinen Batterie erreichen, der Sensor insgesamt klein und kompakt ist und wir außerdem nur Ereignisse erfassen, die tatsächlich relevant sind. Insgesamt gesehen ist die Erfassung eines Schocks wie sie beispielsweise bei der Containerverladung vorkommt, recht komplex. Wir dokumentieren zu jedem Schockereignis die Intensität in Bezug auf die sechs Raumachsen, so dass man sehr präzise nachvollziehen kann, aus welcher Richtung der Stoß kam. Diese Transparenz finden Sie bei keinem anderen Sensor aus unserem Preissegment. Wir sind daher schon ein wenig stolz darauf, dass wir diese Komplexität in eine einfache Handhabung für den Anwender verpackt haben. Dazu gehören die kabellose Datenübertragung, eine intuitive PC-Software samt Cloud-Übertragung und Smartphone Apps zum Auslesen. Das begeistert unsere Kunden.

Haben Sie Zahlenmaterial, wieviel Kosten durch Transportschäden verursacht werden?

Zahlen nicht direkt, aber einer Studie der Universität St. Gallen zufolge wird im globalisierten Warenverkehr jede dritte Lieferung beanstandet, zwei Drittel aller auftretenden Schäden sind auf Erschütterungen zurückzuführen. Leider gut nachvollziehbar, denn immer mehr Waren müssen in kürzerer Zeit bewegt werden, da gehören Schäden auch durch sog. „rough handling“ leider zur Tagesordnung. Alleine die Beschleunigung, die beispielsweise beim routinemäßigen Verladen eines Seecontainers entsteht, beträgt bereits fast das 5-fache der Erdbeschleunigung. Im Ernstfall können elektronische Datenlogger hier Transparenz schaffen, so dass auch verdeckte oder strittige Transportschäden sicher nachgewiesen und letztendlich Kosten vom Auftragnehmer abgewendet werden können.

Was steht auf der Entwicklungs-Agenda der Aspion?

Vor gut einem Jahr haben wir unsere Lösung um Cloudübertragung, Standort-Informationen und Netzwerkfunktionalitäten erweitert. Damit erhält der Versender automatisch die Datenaufzeichnungen der Sensoren bereits beim Auslesen mit der Smartphone App oder der PC-Software mit Kartenleser – und das ohne den Einsatz weiterer Infrastruktur. Zur den Messen im Juni 2019, der transport logistic und SENSOR+TEST haben wir die nächste Generation unserer Datenlogger gezeigt. Hier kombinieren wir erstmals Daueraufzeichnungen von Klimawerten mit Detailauswertungen bei Überschreitung von Schwellenwerten, so dass relevante Ereignisse noch schneller sichtbar sind. Außerdem sind die Funktechnologien NFC und BLE sowie die flexible Steuerung verschiedener Sensoren in einem Gerät vereint. Der Sensor bleibt aber sehr einfach und intuitiv bedienbar und nach wie vor kostengünstig.

Die Grafik zeigt einen Überblick über die hauptsächlichen dynamischen Belastungen verschiedener Verkehrsträger sowie beim Umschlag bei der Containerverschiffung (Werte in g)

Was ist neun bei den Datenloggern?

Neu ist nun der multifunktionale Datenlogger Aspion G-Log 2. Er liefert laut Anbieter präzise Informationen zu Stößen, Temperatur und Feuchte während der oft wochenlangen multimodalen Transporte und kommuniziert drahtlos per NFC und BLE mit Software und Smartphone Apps. Die neue Generation des Datenloggers protokolliert Begebenheiten, die normalerweise im Verborgenen bleiben und liefert so belastbare Fakten für eine eventuelle Auseinandersetzung zwischen Versender, Transportunternehmen und Versicherern.

Der Versender legt die zulässigen Schwellenwerte für Beschleunigung, Temperatur und Feuchte individuell für seine Produkte fest. Werden sie unterwegs überschritten, zeichnet der Schocksensor Stöße in sechs Richtungen mit bis zu ±24 g je Achse, höchste Schocks sogar bis auf Millisekundenebene, sowie Temperatur- und Feuchtigkeitswerte auf und speichert bis zu 950 Ereignis Jeder Sensor besitzt eine eindeutige ID. Mit der im Lieferumfang enthaltenen PC-Software Aspion G-Log Manager überwacht der Anwender seine im Umlauf befindlichen Sensoren, parametriert sie und liest sie aus. Der Austausch der Daten erfolgt kabellos über Near Field Communication (NFC) und Bluetooth Low Energy (BLE). Nützlich ist die Möglichkeit, die Werte des Sensors an jedem beliebigen Ort auch per App über Smartphones auszulesen und per E-Mail an die Zentrale zu senden. So gibt es Klarheit über Vorkommnisse schon vor Erreichen des Zielortes.

Der robuste und preisgünstige G-Log 2 Datenlogger ist langlebig und kann immer wieder verwendet werden. Die Batterie hält bis zu 1½ Jahren ab Aktivierung und ist leicht vom Anwender auszutauschen. Die Sensoren sind für alle Transportarten inklusive der Luftfracht einsatzfähig. Der Aspion G-Log Manager bereitet die Sensordaten benutzerfreundlich auf. Die Reports enthalten alle wichtigen Fakten für den Versender, Transporteur, Kunden und Transportversicherer. Aber auch die Verpackungsdesigner profitieren von den Aufzeichnungen. Die optionale Software Aspion G-Log Premium erweitert den Leistungsumfang der Schocksensoren um eine Cloudübertragung, Standortinformationen sowie Netzwerkfunktionalitäten. Somit stehen die Sensordaten im globalisierten Warenverkehr allen Nutzern eines Firmennetzwerkes zur Verfügung.


08.07.2019

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