Breakout-Boxen
Multicore-Technik für NVH-Messungen
Mit zwei neuen Breakout-Boxen stellt SAB Bröckskes Lösungen vor, die speziell für die Anforderungen moderner NVH-Messungen entwickelt wurden. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Anschlussbox selbst, sondern die konsequente Integration leistungsfähiger Multicore-Leitungen als Gesamtsystem.
Das Ziel ist eine stabile und rauscharme Signalübertragung, die gleichzeitig praxisgerecht ist und sowohl in mobilen Anwendungen als auch in anspruchsvollen Prüfstandumgebungen funktioniert.
Systemansatz statt Einzelkomponenten
Während konventionelle Breakout-Boxen häufig mit gebündelten Einzelkoaxleitungen realisiert werden, setzt SAB Bröckskes auf ein integriertes Konzept: Die Kombination aus Breakout-Box und speziell entwickeltem Multicore-Kabel bildet eine mechanisch und elektrisch optimierte Einheit.
Konventionelle Lösungen basieren dagegen oft auf einzeln konfektionierten Koaxialleitungen, die innerhalb der Anschlussbox kontaktiert und anschließend über Verschraubungen und Geflechtschläuche gebündelt werden. Dieser Aufbau bringt konstruktionsbedingt Einschränkungen hinsichtlich mechanischer Stabilität, definierter Biegeeigenschaften und langfristiger Reproduzierbarkeit mit sich.
SAB Bröckskes setzt dem ein durchgängiges Multicore-Kabeldesign entgegen, bei dem alle Signalleitungen in einer industriell gefertigten Gesamtstruktur integriert sind. Das Ergebnis ist eine deutlich höhere mechanische Stabilität im Vergleich zu herkömmlichen Schlauchbündelungen. Definierte Biege- und Bewegungseigenschaften sorgen für ein zuverlässiges Handling, während abgestimmte Schirmkonzepte die EMV-Eigenschaften verbessern. Gleichzeitig reduziert die gebündelte Signalführung den Installationsaufwand und ermöglicht reproduzierbare Messergebnisse – auch unter realen Einsatzbedingungen
Ein System - zwei Varianten
Beide Breakout-Boxen basieren auf einem gemeinsamen technischen Konzept: Einer robusten Anschlussbox in Kombination mit einem speziell entwickelten Multicore-Kabel für eine strukturierte und zuverlässige Signalführung.
Typisch für die Lösungen ist ihre mechanisch robuste Ausführung für den industriellen Einsatz bei gleichzeitig hoher Flexibilität für mobile Anwendungen und beengte Einbausituationen. PUR-Innen- und Außenmäntel gewährleisten eine hohe Beständigkeit gegenüber Ölen und Chemikalien, während mehrstufige Schirmkonzepte für eine stabile Signalqualität sorgen. Abgerundet wird das Konzept durch ein kompaktes Aluminiumgehäuse mit Schutzart IP65 beziehungsweise NEMA 3.
Die Unterschiede liegen in der jeweiligen Signalart und den eingesetzten Steckverbindern. Es stehen zwei Varianten zur Verfügung.
Koax für Mikrofone und uniaxiale Sensoren
Diese Ausführung ist für klassische NVH-Anwendungen ausgelegt, bei denen beispielsweise Mikrofone oder uniaxiale Sensoren auf IEPE-Basis zum Einsatz kommen.
Charakteristisch sind acht BNC-Schnittstellen sowie Low-Noise-Koaxialleitungen mit 50 Ω für eine besonders rauscharme Signalübertragung. Ein zusätzlicher Schirmabgriff sorgt für definierte EMV-Verhältnisse, während eine Betriebsspannung von bis zu 350 V möglich ist.
Damit eignet sich die Lösung insbesondere für Messaufgaben, bei denen eine hohe Signalstabilität bei gleichzeitig einfacher Handhabung gefordert ist. Optional sind kundenspezifische Varianten realisierbar, beispielsweise eine 4-fach-Lösung oder Ausführungen mit abweichenden Steckerkonfigurationen.
Variante 2: IEPE-Triax für mehrkanalige Beschleunigungsmessungen
IEPE-Triax für mehrkanalige Beschleunigungsmessungen
Die zweite Variante ist speziell für komplexere Messaufbauten konzipiert und ermöglicht die strukturierte Anbindung mehrerer triaxialer Beschleunigungssensoren. Charakteristisch sind acht 9-polige LEMO Geräte-Einbaubuchsen (Code G) sowie ein IEPE-Triax-Leitungsaufbau zur mehrkanaligen Signalerfassung. Über eine einzige Leitung können bis zu acht triaxiale Sensoren angebunden werden, während eine Betriebsspannung von bis zu 150 V unterstützt wird. Dadurch lassen sich Verkabelungsaufwand und Komplexität in mehrkanaligen Messsystemen deutlich reduzieren.
Vom Fahrzeug bis zum Prüfstand
Die Breakout-Boxen sind für ein breites Spektrum an Messaufgaben im NVH-Umfeld ausgelegt. Typische Einsatzszenarien reichen von mobilen Messungen direkt im Fahrzeug, beispielsweise bei Fahrversuchen oder Validierungen unter realen Betriebsbedingungen, bis hin zu stationären Anwendungen auf Prüfständen und in Laborumgebungen.
Gerade bei komplexen Messaufbauten mit mehreren Sensoren tragen die Lösungen dazu bei, Verkabelungsstrukturen zu vereinfachen, Messpunkte übersichtlich zu bündeln und Installationszeiten zu reduzieren. Durch ihre kompakte Bauform und robuste Ausführung können sie auch problemlos in Schaltschränken oder zentralen Messsystemen eingesetzt werden.
Individuelle Anpassung bleibt möglich
Neben den Standardvarianten bietet SAB Bröckskes weiterhin die Möglichkeit zur kundenspezifischen Konfiguration, beispielsweise hinsichtlich Steckverbindern, Leitungslängen oder spezifischer Anforderungen an die jeweilige Messumgebung.
Damit lassen sich die Breakout-Boxen gezielt an unterschiedliche Prüfaufbauten, Schnittstellen oder Umgebungsbedingungen anpassen, ohne dass Kompromisse bei Funktionalität oder Handhabung eingegangen werden müssen. Entscheidend ist jedoch die technische Basis, die integrierte Multicore-Leitung als zentrales Performance-Merkmal. Sie stellt unabhängig von der jeweiligen Ausführung eine hohe Signalqualität und mechanische Stabilität sicher.
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