Temperaturmessung
Präzise Temperaturmessung für sichere und effiziente Verbrennungsprozesse
Ob in Müllverbrennungsanlagen, Biomassekraftwerken oder industriellen Hochtemperaturprozessen: Die präzise Überwachung und Regelung der Temperatur ist für einen stabilen und gesetzeskonformen Betrieb unerlässlich. Die Heitronics Infrarot Messtechnik GmbH aus Wiesbaden bietet mit ihren berührungslosen Infrarot Strahlungsthermometern hochpräzise Lösungen, die sich weltweit in Hunderten von Installationen bewährt haben – selbst unter extremen Einsatzbedingungen.
Bei der Optimierung von Verbrennungsprozessen kommt es auf die exakte Kenntnis der Temperaturverteilung im Kessel an. Heitronics bietet mit den Strahlungsthermometern der Modellreihen KT19.69 II und KT19.67 II leistungsfähige Messsysteme, die speziell für den Einsatz in thermisch hochbelasteten Umgebungen entwickelt wurden. Durch die präzise Auswahl des Messspektrums – typischerweise über die CO₂-Absorptionsbande – kann die Temperatur des heißen Rauchgaskerns zuverlässig und reproduzierbar bestimmt werden.
Das Modell KT19.69 II wird in Anlagen mit großen Sichtweiten (über 4 m) eingesetzt, während das KT19.67 II bei kompakteren Kesseldimensionen seine Stärken ausspielt. In beiden Fällen erlaubt die berührungslose Temperaturmessung eine kontinuierliche, wartungsarme und exakte Überwachung – ein klarer Vorteil gegenüber invasiven Messverfahren.
Zertifizierte Sicherheit: Zulassung nach 17. BImSchV und QAL1
Die Heitronics-Systeme KT19.69 II verfügen über eine offizielle Zulassung gemäß 17. BImSchV, die für viele Betreiber Voraussetzung für den rechtskonformen Betrieb von Abfallverbrennungsanlagen ist. Diese schreibt vor, dass nach der letzten Sekundärluftzufuhr eine Mindesttemperatur von 850 °C für mindestens zwei Sekunden eingehalten werden muss – eine kritische Zone zur Zerstörung von Dioxinen und anderen Schadstoffen.
Darüber hinaus erhielten die Heitronics-Modelle KT15.69 IIP und KT19.69 II im letzten Jahr die QAL1-Zertifizierung zur Überwachung der Mindesttemperatur in Feuerungsanlagen. Seit Juli 2025 sind auch die Strahlungsthermometer KT15.67 IIP und KT19.67 II QAL1-zertifiziert. Kunden profitieren somit von maximaler Rechtssicherheit und Zukunftsfähigkeit ihrer Messtechnik.
Effiziente Abgasreinigung durch präzise Temperaturkontrolle
Ein weiteres zentrales Einsatzfeld ist die Stickoxidminderung nach dem SNCR-Verfahren (Selective Non-Catalytic Reduction). Hier wird Ammoniak oder Harnstoff bei Temperaturen zwischen 900 °C und 1000 °C in den Kessel injiziert. Außerhalb dieses Temperaturfensters funktioniert die Reaktion nicht optimal – entweder wird der Reduktionswirkstoff ungenutzt ausgestoßen oder es entsteht sogar zusätzliches NOx.
Heitronics-Thermometer ermöglichen eine punktgenaue Überwachung dieses sensiblen Temperaturfensters. Durch die Installation mehrerer Thermometer über den Kesselquerschnitt kann ein detailliertes Temperaturprofil erstellt werden. Dieses dient nicht nur der Regelung der Einspritzmengen, sondern kann über Softwarelösungen als Falschfarbenbild visualisiert werden – ein leistungsfähiges Werkzeug für das Leitsystem und den Anlagenbetreiber.
Wirbelschichtverbrennung: Hohe Messanforderungen, klare Lösungen
Besonders herausfordernd ist die Temperaturmessung in Wirbelschichtanlagen, in denen Abfälle oder Biomasse in einer aufgewirbelten Bettzone bei 750 - 850 °C verbrannt werden. Diese Technik bietet zahlreiche Vorteile – darunter eine homogene Temperaturverteilung, gute Durchmischung, geringe NOx-Bildung und effektive Rauchgasentschwefelung durch Zugabe von Kalkstein oder Dolomit.
Die Temperaturmessung in der Wirbelschicht ist jedoch anspruchsvoll: Die hohe Partikeldichte verringert die Sichtweite stark, was herkömmliche Messsysteme – etwa im 4,5 µm-Bereich – an ihre Grenzen bringt. Heitronics begegnet dieser Herausforderung mit kurzwelligen InfrarotStrahlungsthermometern wie dem CT18.03, das im Bereich um 1 µm misst. Diese Wellenlänge reagiert besonders stark auf hohe Temperaturen und ermöglicht auch bei starker Staubbeladung eine zuverlässige, repräsentative Erfassung der Kerntemperatur.
Dank kompakter Bauweise und optionaler Schutzgehäuse kann das System auch bei beengten Platzverhältnissen installiert werden. Zusätzlich stehen Reinigungsoptionen wie Druckluftspülungen oder automatische Fensterreinigung zur Verfügung.
Zubehör, Individualisierung und Praxisnähe als Erfolgsfaktoren
„Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Heitronics ist die hohe Anpassungsfähigkeit unserer Messtechnik. Jedes Kraftwerk, jeder Kessel, jede Brennstoffart bringt andere Anforderungen mit sich – von Flanschmaßen über Sichtfensterpositionen bis zu Reinigungsmechanismen. Wir bieten ein umfangreiches Zubehörprogramm, das individuell konfiguriert und in Kleinserien oder als Einzelstücke gefertigt werden kann“, erklärt Hans-Jürgen Bargenda, Geschäftsführer von Heitronics.
Heitronics vereint wissenschaftliches Know-how, jahrzehntelange Industrieerfahrung und praxisnahe Entwicklung. Vertrieb, Applikationsberatung und Entwicklung arbeiten Hand in Hand – häufig im direkten Austausch mit Anlagenbauern und Betreibern. „Unser Ziel ist es, keine Standardlösung, sondern maßgeschneiderte, intelligente Temperaturmessung, abgestimmt auf die reale Anwendung vor Ort, zu realisieren“, so Hans-Jürgen Bargenda.
65205 Wiesbaden
DEUTSCHLAND




heitronics.com










































































































