BMK: Psychoakustik beginnt direkt am Ohr des Fahrers
Motorradakustik entsteht nicht nur am Prüfstand. Was Fahrer wahrnehmen, wird durch das Zusammenspiel von Motor, Ansaugung, Abgasanlage, Reifen, Wind, Helm und Betriebszustand geprägt. Für eine belastbare Beurteilung der Geräuschqualität genügt es deshalb nicht, lediglich den Schalldruckpegel an einer beliebigen Position zu erfassen. Entscheidend ist der menschliche Höreindruck unter realen Fahrbedingungen.
Hier setzt das Binaural Microphone Kit BMK von HEAD acoustics an. Als erstes helmintegriertes binaurales Mikrofon-Kit verbindet es realitätsnahe Aufnahme, reproduzierbare Sensorpositionierung und praxistaugliches Handling. Zwei flache Oberflächenmikrofone werden von HEAD acoustics links und rechts auf Ohrhöhe in einen SHOEI GT-Air 3 integriert. Die vorhandenen Innenaussparungen des Helms werden genutzt; sicherheitsrelevante Modifikationen sind nicht erforderlich. Die Mikrofone sitzen geschützt in Silikonverkleidungen und sind von außen praktisch nicht sichtbar. Der Tragekomfort bleibt erhalten, und der Testfahrer kann sich auf die Fahraufgabe auf der Teststrecke konzentrieren.
Psychoakustik braucht zwei Ohrsignale als Grundlage für bessere Akustikbewertungen
BMK zeichnet die Signale an beiden Ohren auf und bewahrt die für den räumlichen Höreindruck relevanten Unterschiede zwischen dem linken und dem rechten Kanal. So entsteht eine geeignete Datengrundlage, um Geräusche nicht nur nach ihrem Pegel, sondern auch nach ihrer wahrgenommenen Qualität zu untersuchen. In Verbindung mit ArtemiS SUITE lassen sich beispielsweise Windgeräusche, Antriebs- und Auspuffklang sowie das akustische Feedback elektrischer Zweiräder mittels psychoakustischer Analysen bewerten. Varianten können direkt verglichen und Entwicklungsmaßnahmen danach beurteilt werden, wie sie beim Fahrer tatsächlich ankommen.
Die feste Mikrofonposition nahe den Ohren verbessert zugleich die Vergleichbarkeit wiederholter Messfahrten. Anders als bei In-Ear-Konfigurationen entfällt das erneute Einsetzen und Positionieren der Sensoren. Damit sinkt eine relevante Quelle für Bedien- und Positionierungsstreuungen. Individuell wählbare Helmgrößen von XS bis XXL ermöglichen eine passende und komfortable Ausrüstung für verschiedene Testfahrer.
Vom Aufsetzen bis zur Auswertung
Auch der Messaufbau bleibt übersichtlich. Über das mitgelieferte Kabel CBB VI.0.85 wird der Helm mit zwei BNC-Eingängen eines mobilen Frontends wie SQuadriga III oder SQobold verbunden. Alternativ lässt sich BMK an IEPE/ICP-fähige HEADlab-Module anschließen. TEDS unterstützt die eindeutige Sensoridentifikation und erleichtert die Konfiguration im Messsystem. Der IP67-Snap-In-Stecker ermöglicht eine schnelle Trennung von Helm und Aufnahmegerät. Das erhöht die Sicherheit im Fahrbetrieb und macht die Handhabung einfacher.
Nach der Testfahrt lassen sich die binauralen Aufnahmen unmittelbar über das mobile Aufnahme- und Wiedergabesystem kontrollieren. Für eine realitätsnahe Wiedergabe stehen außerdem BHS II sowie die Player von ArtemiS SUITE, SQala und HEAD Companion zur Verfügung. So lassen sich auffällige Ereignisse direkt vor Ort anhören, erste Bewertungen abgeben und Höreindrücke im Team teilen. Statt auf eine spätere Laborrunde zu warten, können Entwickler bereits am Testort entscheiden, ob eine Messung wiederholt, eine Variante weiterverfolgt oder ein Betriebszustand genauer untersucht werden soll.
Für anspruchsvolle Messbedingungen ausgelegt
Der akustische Frequenzbereich reicht von 20 Hz bis 20 kHz; bis 3 kHz wird eine enge Toleranz ausgewiesen. Mit einem maximalen Schalldruckpegel von 150 dB SPL eignet sich BMK auch für hohe Pegel, wie sie in der Nähe von Antrieb und Windanströmung auftreten können. Der Betrieb über IEPE/ICP ermöglicht die Einbindung in etablierte Messketten, egal ob mobil auf der Straße oder stationär, etwa im Windkanal. Damit lassen sich Testfahrt und Prüfstand mit derselben binauralen Aufnahmelösung gegenüberstellen.
BMK macht den Höreindruck des Fahrers mess-, hör- und analysierbar. Die Kombination aus helmintegrierter Sensorik, reproduzierbarer Positionierung, schneller Inbetriebnahme und durchgängiger Wiedergabe- und Analyseumgebung reduziert den Versuchsaufwand. Vor allem aber rückt sie die Größe ins Zentrum, die über die wahrgenommene Produktqualität entscheidet: das menschliche Hören.
WAS MACHT DAS PRODUKT INTELLIGENT?
Die Verbindung aus fester binauraler Sensorposition und durchgängigem Messworkflow ist einzigartig: Zwei Mikrofone erfassen den Höreindruck direkt an den Ohren; TEDS vereinfacht die Systemkonfiguration. Aufnahmen lassen sich über mobile Frontends sofort kontrollieren und anschließend in ArtemiS SUITE gehörgerecht und psychoakustisch analysieren. Das schafft reproduzierbare Daten und beschleunigt fundierte Entscheidungen bereits vor Ort.
HEAD acoustics: Erfassen, was Fahrer wirklich hören
Psychoakustik beginnt direkt am Ohr des Fahrers
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HEAD acoustics ist ein weltweiter Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Schall- und Schwingungsanalysen. Mit ihren Systemlösungen erfüllt die die HEAD acoustics GmbH nahezu alle Anforderungen dieses Bereichs.


































