Induktive Wegaufnehmer in 2-Leitertechnik Live Zero 4…20 mA

Induktive Wegaufnehmer in 2-Leitertechnik

In der industriellen Automatisierungstechnik ist das Stromsignal 4 … 20 mA das am häufigsten verwendete Signal bei der analogen Messwertübertragung. Die enorme Verbreitung dieses Signales liegt in der Einfachheit der Handhabung und vor allem in der Störsicherheit. Ein Stromsignal besitzt eine höhere EMV-Störfestigkeit als ein Spannungssignal, da elektromagnetische Störungen als Spannungssignale in die Signalleitung eingespeist werden und nur sehr geringe Stromänderungen an der Bürde des Empfängers verursachen.

Der endliche Wert (< 4 mA) ermöglicht es, den Sensor ohne zusätzliche externe Energiezufuhr permanent mit Energie zu versorgen. Auf diesem Weg kann damit auch eine interne Überwachung (Sensordefekt/Leitungsbruch) realisiert werden. Das Signal Live Zero („Lebender Nullpunkt”) ist typisch für 2-Leiter-Sensoren mit hoher Verfügbarkeitskontrolle. Für die Fehlersuche ist die Live-Zero-Beschaltung auch sehr vorteilhaft, weil der Signalverlauf mit einem Multimeter über die gesamte Übertragungsstrecke auswertbar ist.

Die induktiven Wegaufnehmer SM263/283 (Gehäuse Ø 12 mm) sind für Messwege bis 360 mm ausgelegt. Die Serie SM343 (Gehäuse Ø 10 mm) kann Wege bis 20 mm messen.

Ein integrierter Microcontroller wertet die axiale Verschiebung des Mu-Metallkerns aus. Die komplette Elektronik, die ein wegproportionales Ausgangssignal liefert, ist im Gehäuse eingebaut.

Die geringe Stromaufnahme der neu entwickelten Elektronik ermöglicht die Ausführung der induktiven Wegaufnehmer in 2-Leitertechnik mit einem Ausgangssignal von 4 -20 mA, dass von vielen Auswerteeinheiten direkt verarbeitet werden kann.

Als Betriebsspannung werden 9 – 32 VDC benötigt. Die minimale Betriebsspannung ist dabei abhängig vom Bürdenwiderstand RB (9V + RB (in Ohm) x 20 mA).

Viele verschiedene mechanische Anbauten, wie z. B. Kugelgelenke an Stößel und Gehäuse, sind lieferbar. Bei den Tasterversionen wird der Stößel über eine integrierte Feder in die Ruhestellung gedrückt.

Der elektrische Anschluss erfolgt wahlweise über einen Stecker oder ein wasserdicht angegossenes Kabel. In dieser Ausführung wird die Schutzart IP68 (Untertauchen) erreicht.

Jede gewünschte Variante, selbst Sonderkonstruktionen konzipieren wir gern.

Die vergossene Bauweise (IP68) erlaubt den Einsatz der Sensoren auch bei extremen Umweltbedingungen wie Ölnebel, Schlamm, Regen, Staub sowie bei hohen Schock- und Vibrationsbelastungen (Schock 20 g rms, Vibration 250 g SRS 20 – 2000 Hz) .