Künstliche Intelligenz

Sensoren werden noch schlauer

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Ein selbstlernender KI-Sensor von Bosch Sensortec ermöglicht individuelle Lösungen für Wearables und Hearables und personalisiert so das Fitnesstracking.

Kniebeugen, Sit-ups oder Kettlebell-Training: die heute verfügbaren Fitnessübungen sind beinahe endlos. Viele Fitnesstracker oder Smartwatches können jedoch nur eine begrenzte Anzahl von Aktivitäten tracken und erkennen Übungen nicht immer zuverlässig aufgrund unterschiedlicher Bewegungsstile, Geräte, Körpergrößen und Leistungsniveaus der Benutzer. Um das Problem zu lösen, hat Bosch Sensortec einen völlig neuartigen selbstlernenden Bewegungssensor entwickelt, der am Körper oder Ohr getragenen elektronischen Geräten, so genannten Wearables bzw. Hearables, künstliche Intelligenz (KI) verleiht: den selbstlernenden KI-Sensor BHI260AP.

Der Sensor ermöglicht es Herstellern von Wearables und Hearables ein hochgradig personalisiertes Fitnesstracking anzubieten – mithilfe einer im Sensor integrierten selbstlernenden KI-Software. Er erkennt und reagiert auf viele unterschiedliche Bewegungen und kann jede neue Fitnessaktivität lernen, die auf sich regelmäßig wiederholenden Abläufen basiert. Benutzer können damit gleichzeitig Trainer und Trainierender sein.

"Der selbstlernende KI-Sensor wird die Nutzung von Fitnessgeräten revolutionieren – von einem heute sehr einseitigen Ansatz zu einer interaktiven Art des Trainings", sagt Dr. Stefan Finkbeiner, CEO von Bosch Sensortec. "Er vereint unsere langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der smarten Bewegungssensoren mit unserer hohen Kompetenz in innovativer Softwareentwicklung."

Die selbstlernende KI-Software für den neuen Sensor von Bosch Sensortec ist mit einem Standardsatz von mehr als fünfzehn voreingestellten Fitnessaktivitäten erhältlich, so dass sie sofort angewendet werden kann. Darüber hinaus bietet sie vier Produktfunktionen: Lernen, Personalisierung, automatisches Tracking und Optimierung. Im Lernmodus kann jeder Benutzer neue Fitnessaktivitäten hinzufügen, die ursprünglich nicht unterstützt wurden, und so das Gerät an die individuellen Bedürfnisse anpassen.

Mit der Personalisierungsfunktion können Nutzer bestehende, vorprogrammierte Aktivitäten an ihren eigenen individuellen Stil anpassen, und so die Genauigkeit der Kalorienzählung und Aktivitätsanalysen erhöhen. Per Auto-Track können Trainierende ihre Fitnessaktivitäten ohne manuellen Eingriff automatisch verfolgen und ihre Intensität mittels Aktivitätsart und -anzahl über die Zeit analysieren – das ermöglicht Ausdauer- und Krafttraining. Darüber hinaus können Hersteller neue Fitnessaktivitäten hinzufügen, ohne die Software modifizieren zu müssen oder Zugriff auf einen Originaldatensatz zu benötigen. Neue, übertragbare Übungen können von Trainern oder Spitzensportlern bereitgestellt werden, und ermöglichen Benutzern ein Benchmarking mit den Besten und das Lernen von Experten oder Bekannten.

 

Da die KI auf dem Sensor selbst läuft (edge AI), ist keine Verbindung zu einer Cloud oder einem Smartphone erforderlich. Die Daten bleiben privat, Aktivitäten können ganz ohne Internetverbindung laufend getrackt und analysiert werden. Edge AI minimiert zudem die Latenzzeit und den Stromverbrauch, so dass die Nutzer schnelle Rückmeldungen in Echtzeit erhalten und ihre Geräten weniger oft laden müssen.