Drucksensoren
Zwei Wege, ein Ziel: zuverlässige Druckmessung
Drucksensoren gehören zu den wichtigsten Komponenten moderner Mess- und Regel-Technik. Um so wichtiger ist es oftmals, dass sie ein breites Anwendungsfeld abdecken können. Zwei sehr unterschiedliche Gerätereihen von IPF zeigen, wie einfach, vielseitig und flexibel das mittlerweile geht.
Wer einen Drucksensor benötigt, findet bei IPF eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Geräte. Generell deckt das Programm Druckbereiche bis maximal 600bar ab und unterscheidet sich durch Geräte für spezielle Einsatzbereiche mit Druckluft und Sensoren, die gewissermaßen als „Alleskönner“ bezeichnet werden können.
Letztere sind für alle Medien der Fluidgruppe 2 sowie neutrale Gase ausgelegt.
Die Fluidgruppe 2 umfasst sämtliche Medien, die als nicht gefährlich eingestuft werden, wie bspw. Wasser, Wasserdampf, Druckluft, Luft und hydraulische Öle (sofern nicht anders klassifiziert). Neutrale Gase werden auch als Inertgase bezeichnet, da sie reaktionsträge (inert) sind. Inertgase wie bspw. Argon oder Stickstoff reagieren kaum mit anderen Stoffen und gelten daher als sehr stabile Gase, die nahezu keine chemischen Reaktionen eingehen.
„Alleskönner“ wie z. B. die Drucksensorreihe DW5x oder die Drucktransmitter der Reihe DT24 von IPF erfüllen somit sämtliche Voraussetzungen für breitgefächerte Einsatzfelder in allen erdenklichen Pneumatik- und Hydraulikanwendungen.
Ein Gerät für Druck und Temperatur
Die Reihe DW5x eignet sich für einen sehr weiten Druckbereich von -1bar bis +600bar und feierte während der SPS 2025 ihre Marktpremiere. Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher auf dem Stand von IPF von der komfortablen Bedienung als auch den technischen Eigenschaften der Sensoren, zumal sie nicht nur den Druck liefern, sondern bei Bedarf auch den relativen Temperaturwert des zu überwachenden Mediums.
Erhältlich sind die Sensoren in drei verschiedenen Messzellenvarianten mit ¼-Zoll-Außengewinde (DW50), ¼-Zoll-Innengewinde (DW51) oder ½-Zoll-Außengewinde und frontbündiger Membran (DW52).
Auch die inneren Werte der Reihe können überzeugen: eine digitale Volledelstahlmesszelle (eingeschweißte Edelstahlmembran ohne interne Dichtungen mit Ausnahme des DW52) mit integriertem Prozessor.
Alle Einstellungen ohne Risiken „offline“ prüfen
Eingestellt bzw. parametriert werden die Sensoren entweder über drei frontseitige Tasten mit Klartext-Menüführung im Display oder über die IO-Link-Schnittstelle, die je nach Anforderungen viele Informationen und Diagnosedaten etwa für ein Condition Monitoring bereitstellt.
Für den sicheren praktischen Einsatz besonders interessant ist die Testfunktion mit vollständiger „Offline-Prüfung“. Alle Einstellungen lassen sich daher bereits im Vorfeld prüfen, ohne die Geräte mit Druck beaufschlagen zu müssen.
Zweiten Ausgang flexibel parametrieren
Zur Ausstattung der Reihe DW5x gehören u. a. zwei Ausgänge: ein fester Schaltausgang und ein zweiter Ausgang der via IO-Link oder am Gerät selbst flexibel als Schalt-, Analog- oder Alarmausgang parametrierbar ist. Der Analogausgang lässt sich überdies als Stromausgang (0…20mA, 4…20mA) oder als Spannungsausgang (0…10V, 0…5V) definieren.
Wurde für den zweiten Ausgang die Alarmfunktion gewählt, liefert der Sensor bei Störungen wie z. B. einer Messbereichsüberschreitung, einem Kurzschluss des Schaltaugangs
oder einem Sensordefekt ein Signal. Parallel hierzu zeigt das TFT-Display die entsprechende Fehlermeldung an, was die Suche und Behebung von möglicherweise zeitkritischen Störungen erheblich vereinfacht.
Anzeigemodi individuell einstellen
Auf den ersten Blick besonders ins Auge fällt das sehr gut ablesbare TFT-Farbdisplay der DW5x, das nicht nur die intuitive Bedienung der Sensoren entscheidend unterstützt, sondern darüber hinaus eine Reihe an Optionen für individuell einstellbare Anzeigemodi bietet.
Hier nur ein kleiner Ausschnitt aus den zahlreichen Möglichkeiten:
- Visualisierung des Drucks mit exaktem Messwert und farbliche Anzeige sowie genaue Kennzeichnung der Schaltpunkte
- Farbliche Darstellung zum aktuellen Zustand eines Schaltausgang bzw. beider Schaltausgänge mit gleichzeitiger Anzeige des Messbereichs, des aktuellen Druckmesswertes und der Medientemperatur
- Farbige Trendanzeige und Klartextanzeige für den aktuellen Druckmesswert
Diese und viele weitere Darstellungsoptionen sorgen letztendlich dafür, dass im Betrieb nur ein Blick auf das Sensordisplay genügt, um über sämtliche Parameter sofort im Bilde zu sein.
Perfekt im Blick auch nach der Montage
Zusätzlich zu den High-End-Funktionen der Reihe DW5x hat IPF bei der Entwicklung zudem an die einfache Montage gedacht. Daher lässt sich das Sensordisplay nach der Installation in 90-Grad-Schritten drehen, wodurch es in jeder Einbaulage einfach ablesbar ist. Selbst das Gehäuse ist bei montiertem Sensor stufenlos um 305 Grad drehbar.
Besonders robust und wirtschaftlich
Wer für seine Applikation nicht unbedingt einen Drucksensor mit allen technischen Finessen vorsieht, aber dennoch ein gleichsam wirtschaftliches wie äußerst robustes Gerät mit Analogausgang (4…20mA) haben möchte, hat mit den Drucktransmittern der Reihe DT24 derzeit die Auswahl zwischen insgesamt sieben Sensorversionen.
Die nahezu unverwüstlichen und über IO-Link parametrierbaren Drucktransmitter im Edelstahlgehäuse sind für einen weiten Medientemperaturbereich von -25 °C…+100 °C geeignet.
Präzise Druckmessungen im Bereich von 0…400bar
Nicht zuletzt durch den weiten Druckbereich von 0…400bar (Druckbereiche nach Gerät: 0…10bar, 0…40bar, 0…100bar, 0…250bar oder 0…400bar) eröffnen die DT24 ein potenziell sehr breites Anwendungsspektrum. Je nach Geräteversion halten die Drucktransmitter einen Überlastdruck von 20bar (DT24310D) bis maximal 500bar (DT243106) stand, was beim DT24310D dem Faktor 2 entspricht. Beim Berstdruck erreicht das Gerät sogar den Faktor 3,5. Mit Blick auf die Messwertgenauigkeit überzeugen die Drucktransmitter außerdem durch den extrem kleinen Langzeitdrift von ≤0,1% pro Jahr.
Die Messwerte der Drucktransmitter lassen sich entweder über den integrierten Analogausgang auf einer Steuerung (SPS) oder einem externen Anzeigegerät ausgeben.
Die beiden Beispiele aus dem Portfolio von IPF zeigen deutlich, dass moderne Druckmesstechnik sowohl High-End-Funktionalität als auch maximale Wirtschaftlichkeit bereitstellt. Ob für komplexe pneumatische und hydraulische Anwendungen mit hohem Informationsbedarf (DW5x) oder für den harten, effizienzorientierten Dauereinsatz (DT24) – durch die Flexibilität der Geräte wird nahezu jedes Einsatzszenario zuverlässig abgedeckt.
Bilder: ipf electronic gmbh
Kontakt
58762 Altena
DEUTSCHLAND





ipf.de




























