Finanzwesen

Bankenwelt im Aufwind

Bankenwelt im Aufwind

Europäische Privatkundenbanken konnten ihre Gewinne deutlich steigern. Wie es um die Bankenwelt steht, und welche Entwicklungen dieser aktuell in die Karten spielen, das geht aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervor.

Konkret erhöhten die europäischen Privatkundenbanken ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent, wohingegen sich das Plus bei den Betriebsergebnissen auf 18 Prozent beläuft. Allerdings gibt es länderspezifisch eine große Varianz. So liegt der Gewinn pro Kunde in Deutschland im Mittel bei 201 Euro. Am höchsten fällt er in der Schweiz mit einem Betrag von 426 Euro aus. Der europäische Durchschnitt liegt bei einem Gewinn von 292 Euro pro Kunde - gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von knapp 28 Prozent. Wichtiger Faktor für den satten Gewinnanstieg: die schnellen und signifikanten Zinserhöhungen.

Die börsennotierten Geldinstitute entwickelten sichzuletzt durchaus positiv. Der iShares STOXX Europe 600 Banks ETF, welcher die Wertentwicklung des europäischen Bankensektors abbildet, legte in den vergangenen 12 Monaten 31,7 Prozent an Notierung zu. Zum Vergleich: beim DAX schlägt der Anstieg im selben Zeitraum mit 23,9 Prozent zu Buche. Besonders groß fällt das Plus bei der Commerzbank aus, hier steht im Jahresrückblick ein Zugewinn von 84,4 Prozent.

Positiv stimmen dürfte die Bankenwelt auch, dass die Bürger zunehmendes Vertrauen in die Branche setzen. Noch im Jahr 2022 gaben in Deutschland 38 Prozent an, den Banken zu vertrauen - dieser Wert ist auf nunmehr 54 Prozent angestiegen. International ist jener Anteil von 61 Prozent auf 63 Prozent angestiegen.

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