Artenschutz

Grün sehen

Grün sehen

Wie jeder und jede einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten kann und sollte.

Die Vielfalt der zahlreichen Tier- und Pflanzenarten auf unserem Planeten gehört zu unseren kostbarsten Schätzen. Trotzdem gelten immer mehr Arten aufgrund der Vernichtung wertvoller Lebensräume und des verschwenderischen Umgangs mit Ressourcen als bedroht oder stehen gar kurz vor ihrer Ausrottung. Werden hier vor allem Länder und große Unternehmen in die Verantwortung gezogen, liegt es auch an den Konsument*innen selbst, eine Veränderung zu bewirken. Anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März möchte das Start-up TrendRaider im Rahmen seiner Becoming Green-Kampagne, in der es um die Entwicklung der Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren geht, an jede*n einzelne*n zu mehr Bewusstsein im Alltag appellieren. Denn schon kleine Veränderungen können einen enormen Einfluss auf den vielseitigen Artenreichtum unseres Planeten haben.

Bio schützt Vielfalt

Der Kauf von Bio-Produkten ist nicht nur für unsere Gesundheit zu empfehlen. Der Verzicht auf umweltschädliche Substanzen wie Pestizide oder Herbizide ist auch ein unglaublicher Gewinn für die (heimische) Fauna und Flora. Besonders in Kombination mit Permakulturen oder Blührandstreifen können  Blumen- und Insektenarten sich natürlich entfalten. Wer bio kauft, entscheidet sich nicht nur gegen Umweltgifte, sondern vor allem für die Artenvielfalt.

Fleischverzicht als stärkster Hebel

Es gibt viele gute Gründe, den eigenen Fleischkonsum einzuschränken oder gar völlig auf tierische Produkte zu verzichten. Neben den ethischen und moralischen Aspekten drängt uns die Zerstörung wertvoller Lebensräume zur Herstellung von Futtermitteln und der hohe Einsatz unserer natürlichen Ressourcen zu einem nachhaltigen Umdenken des eigenen Konsums. Wer auf Fleisch verzichtet, beteiligt sich nicht an diesen destruktiven Prozessen und setzt ein Zeichen für den Wandel des Marktes. Die Nachfrage vieler einzelner Vegetarier*innen und Veganer*innen in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass das Angebot an tier- und tierleidfreien Produkten stetig zunimmt - selbst in den kleinsten Supermärkten und Discountern. 

Lebensräume schaffen & bewahren

Die schwerwiegendste Ursache für die ständige Bedrohung der Biodiversität ist der Rückgang der vielfältigen Lebensräume. Allen voran bei Hotspots der Artenvielfalt wie Regenwäldern oder alte Streuobstwiesen hat jeder zerstörte Quadratmeter eine ungeahnte Auswirkung auf die Lebewesen, die sie bewohnen. Jeder Mensch kann seinen Beitrag leisten, um diese Lebensräume zu schützen - oder sogar neue schaffen. Vom Verzicht auf Palmöl-Produkte über die Reduzierung des eigenen Fleischkonsums bis hin zum Pflanzen von insektenfreundlichen Blumen oder dem Verwildern einer kleinen Ecke im Garten ist kein Beitrag zu klein oder zu unwichtig, als dass man ihn nicht selbst leisten könnte.

Bewusst konsumieren

So simpel es auch klingen mag: Der einfachste und effektivste Weg zum Schutz der Artenvielfalt auf unserem Planeten ist, sich seines eigenen Verhaltens und Verbrauchs bewusst zu werden und entsprechend nachhaltiger Prinzipien zu konsumieren. Das betrifft die Qualität von Lebensmitteln, Kosmetikprodukten oder Kleidung, den Nutzen und die Beschaffenheit von Verpackungen und Materialien sowie Achtsamkeit im Umgang mit Produkten des täglichen Lebens. Unverpackt statt plastikverschweißt. Secondhand statt neu shoppen. Holz statt Kunststoff. Pflanzliche Bio-Produkte statt Fleisch aus Massenhaltung oder Fisch aus konventioneller Fischerei.

Die Verantwortung fängt bei uns an und sollte nicht gesichtslosen Konzernen anvertraut werden. Denn jede einzelne Spezies, die aufgrund unseres Umgangs mit der Natur vom Antlitz dieser Erde verschwindet, hinterlässt nicht nur einen leeren Platz, sondern nimmt einen Einfluss auf die empfindlichen Abläufe eines Ökosystems, dessen Ausmaß wir uns noch immer nicht vorstellen können und wollen.