Ernährung

Kein Brot für die Tonne

Kein Brot für die Tonne

Vom Einkauf bis zur Lagerung: Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie Brot und Brötchen länger frisch bleiben.

Wir merken es alle im Supermarkt oder beim Kauf der Frühstücksbrötchen. Seit mittlerweile über einem Jahr steigen die Lebensmittelpreise. Im August 2022 lag der Preisaufschlag bei durchschnittlich 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei Brot und Brötchen haben die Preise um über 17 Prozent zugelegt. Ein Weizenbrötchen beim Bäcker kostet nun im Mittel 5 Cent mehr als vor zwölf Monaten. Auch das Weizenmischbrot (500 g) im Handel ist teurer geworden: Verbraucherinnen zahlen durchschnittlich 1,34 € gegenüber 1,20 € vor einem Jahr. Und ein Weizentoastbrot (500 g) geht jetzt für 1,02 € statt 85 Cent über die Kasse. Gleichzeitig wirft jeder von uns durchschnittlich 75 Kilogramm Lebensmittel im Wert von rund 190 Euro im Jahr weg. „Mit guter Planung, richtiger Lagerung und Verwertung könnte jede und jeder rund 100 Euro im Jahr einsparen“, erklärt Frank Waskow, Referent für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale NRW. Am Beispiel Brot gibt Waskow Tipps, wie Verbraucher:innen sorgsam mit Lebensmitteln umgehen und dabei Geld sparen können.

Schon beim Einkauf planen

Sofort sparen lässt sich mit Brot vom Vortag, das viele Bäckereien, aber auch Supermärkte und Discounter zu vergünstigen Preisen anbieten. In einem speziellen Brotbeutel oder einer Brottasche aus Stoff bleibt das Brot länger frisch und das Brötchen knusprig. Wer seinen eigenen Brotbeutel gleich zum Bäcker mitnimmt, spart auch noch Verpackungen ein und muss seinen Einkauf zu Hause nicht noch umfüllen. Am längsten frisch und haltbar bei Zimmertemperaturen sind übrigens Brote aus Roggen, Schrot oder Vollkorn. Richtig gelagert hal-ten sie sich bis zu neun Tagen. Weizenbrot verdirbt besonders schnell, Hefebrote sind nicht so lange haltbar wie Brote aus Sauerteig.

Zuhause richtig lagern und einfrieren

Am besten lagert man Brot und Brötchen bei Raumtemperatur. Gut bewährt haben sich auch Brotkästen oder Brottöpfe aus Steinzeug, die wöchentlich mit Essigwasser gesäubert werden sollten, um eine Schimmelbildung zu verhindern. Frisches Brot als Ganzes oder in Scheiben, aber auch Brötchen, lassen sich problemlos eingefrieren und portionsweise nach Bedarf auftauen. So wird weniger verschwendet. Brot im Kühlschrank aufzubewahren ist dagegen nicht ratsam. Dort trocknet es schneller aus und verliert an Geschmack. Ausnahme: Bei sehr warmem und feuchtem Wetter ist vor allem Weißbrot und Toast dort besser vor Schimmelbildung geschützt.

Reste verwerten

Es gibt leckere Reste-Rezepte, gerade für altes Brot oder Brötchen. Die trockenen Reste am besten sammeln und trocken und dunkel lagern. Wenn genug zusammengekommen ist, kann man beispielsweise Knödel daraus machen. Das Altbrot oder Brötchen mit ein wenig Milch, Eiern, Zwiebeln, Salz und Kräutern zu Semmelknödeln zubereiten. Wenn Knödel übrig bleiben, können sie am zweiten Tag in Scheiben geschnitten und gebraten werden. Kleine Mengen lassen sich auch schnell und einfach als leckere Croutons für Salate oder Suppen verarbeiten. Alt gewordene Brötchen und Brote kann man mit der Küchenmaschine auch zu Paniermehl verarbeiten.

Vorsicht bei Schimmel

Liegen Brot oder Brötchen schon länger, sollte man diese vor dem Verzehr immer genau begutachten. Ist Schimmel als weiße oder grünliche Stelle auf der Oberfläche zu erkennen, reicht das Wegschneiden nicht. Die Pilzsporen sind nicht immer sichtbar und können das ganze Brot durchziehen. Das befallene Brot oder Brötchen muss deshalb als Ganzes entsorgt werden, denn die giftigen Stoffe im Schimmelpilz sind gesundheitsschädlich.

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