Kommunikation

Voll im Einsatz

Voll im Einsatz

Die Telekom schafft die Voraussetzungen, um Netze für das Internet der Dinge zu schaffen.

Leistungsfähige Funknetze sind das Herz des Internet der Dinge (IoT). Sie bringen das IoT-Potential zum Leben. Mit der richtigen Netztechnologie sind Unternehmen produktiver und wettbewerbsfähiger. Die Telekom setzt dabei auf lizenzierte Frequenzen. Sicher und kompatibel, einfach per Plug&Play. Jetzt nimmt das Maschinen- und Sensorennetz für das Internet der Dinge noch mehr Fahrt auf. Die Nachfrage steigt, auch international. Neue Roaming-Partnerschaften ebnen den Weg für globale IoT-Anwendungen.

Seit 2019 funkt in Europa das Maschinen- und Sensorennetz für das Internet der Dinge (NarrowBand-IoT, kurz NB-IoT) der Telekom. Im Sommer 2020 folgte die Aktivierung von LTE-M. Welches IoT-Netz die beste Wahl ist, entscheiden die Einsatzszenarien. Und Faktoren wie Batterielaufzeit, Datenmenge, Latenzzeiten oder der Wunsch nach internationaler Verfügbarkeit.

„Mit den neuen Netztechnologien wächst das Internet der Dinge noch rasanter. Nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten bieten Vorteile für Industrie und Alltag“, sagt Dennis Nikles, Kaufmännischer Leiter Deutsche Telekom IoT. „Unverzichtbar ist die Verfügbarkeit rund um die Welt, besonders für stabile Lieferketten. Dafür schließen wir zügig weitere Roaming-Partnerschaften, auch über Europa hinaus.“ 

Neue Roaming-Partnerschaften 

Über die Telekom ist NB-IoT jetzt in 20 Ländern verfügbar, auch in den USA. Dafür unterzeichnete der Konzern Roaming-Vereinbarungen mit Vodafone, Telia, Orange und Telenet (Belgien), Swisscom und Telecom Italia. Auch das US-amerikanische Netz von T-Mobile ist jetzt nutzbar. LTE-M steht inzwischen in zehn Ländern über die Telekom zur Verfügung. Mit AT&T auch in den USA sowie über NTT DoCoMo in Japan. 

Die Vielfalt der Einsatzgebiete demonstrieren zahlreiche neue Anwendungen über alle Branchen hinweg. Ob in der Landwirtschaft, Industrie, öffentlichen Sicherheit oder Gebäude-Management: das Internet der Dinge ist heute allgegenwärtig. Produktionsprozesse oder Maschinen aus der Ferne lokalisieren und warten, Lieferungen nachverfolgen oder die Wasser- und Stromversorgung intelligent steuern: das alles spart am Ende Ressourcen, jeglicher Art. Für eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft.

Smarte Bewässerung im Garten Europas

Hidroconta ist einer der führenden spanischen Hersteller von Bewässerungs- und Messsystemen. Das Angebot richtet sich an die kommunale Wasserwirtschaft und Landwirtschaft. Die Geräte sind jetzt über NB-IoT der Telekom vernetzt. Eine integrierte SIM-Karte behält den Wasserverbrauch im Blick. Zeit- und kostenaufwändige vor-Ort-Besuche entfallen. Zum Beispiel in Madrid: Vernetzte Geräte von Hidroconta überwachen die Trinkwasser-Versorgung der über 6,5 Millionen Einwohner.

Die Verbrauchsdaten verarbeitet eine zentrale IoT-Plattform von Hidroconta. Auch in der Provinz Murcia funkt NB-IoT: Hier liegt das europaweit größte ökologische Anbaugebiet für Gemüse. Die Systeme von Hidroconta steuern über das NB-IoT-Netz die ressourcenschonende Bewässerung. Dafür melden Sensoren im Boden den benötigten Wasserbedarf. Jetzt plant Hidroconta den internationalen Rollout. Und setzt auch hier auf das sichere internationale IoT-Netz der Telekom. 

Gebäudesicherheit mit NB-IoT 

Grünweiße Lichtboxen weisen allerorts den Weg zum Notausgang: in Schulen, Kindergärten, Unternehmen, im Einzelhandel oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen wie Parkhäusern oder Bahnhöfen. Ihren Strom beziehen diese Helfer aus einer Akku-Einzelbatterie. Die Fischer Akkumulatorentechnik GmbH ist auf die Sicherheitsleuchten spezialisiert. Jetzt fordert eine Norm-Regelung die Betreiber von Gebäuden heraus: Die Funktion der Notleuchten muss von einer zentralen Stelle aus überwacht werden. Darüber hinaus muss der Batteriebetrieb in Ruhezeiten (zum Beispiel in den Schulferien) auch wirklich "ruhen": Damit wird einer kompletten Entladung des Akkus vorgebeugt.

Die Verkabelung jeder einzelnen Leuchte ist hier wenig rentabel. Fischer Easy-NB erfüllt diese Normen, mit dem NB-IoT-Netz der Telekom: Eine zentrale Webseite bildet den Leuchten- und Batteriestatus sowie alle Testergebnisse und Fehlermeldungen ab. Jederzeit einfach abrufbar über das Mobilgerät oder im Büro über den PC. Damit entfällt der Aufbau von lokalen Netzwerken oder Gateways. Zudem zeichnet sich NB-IoT durch eine zuverlässige tiefe Gebäudedurchdringung aus. 

Unwetterschäden smart ausbremsen

Immer häufiger stellen extreme Wetter-Ereignisse wie Überflutungen eine Bedrohung für die öffentliche Infrastruktur und Sicherheit dar. Wasser fließt nicht ab, Straßen sind rasch überflutet. Eine Wartung der Schächte vor Ort birgt Risiken. An dieser Stelle tragen vernetzte Sensoren zur Sicherheit bei: Das Überlauf-Warnsystem „Octopus“ von Sensoneo misst den Wasserstand in einem Schacht bis zu einer Tiefe von 25 Metern. Ein Sensor meldet über NB-IoT der Telekom, wenn der Wasserstand kritisch steigt. Ein Dashboard bildet die erfassten Daten ab. Aus der Ferne kann schnell und kostengünstig reagiert werden. Sensoneo ist international tätig und entwickelt vor allem intelligente Lösungen für Abfallmanagement.

Wissen, wo der Bagger steht

Auch die Baubranche digitalisiert. Sharemac hat sich auf digitales Baugeräte- und Projektmanagement spezialisiert. Baumaschinen sind oft nur 60 bis 70% ausgelastet - den Rest der Zeit stehen sie ungenutzt auf Baustellen oder in Lagern. Sharemac hat die Software SAM (Smart Asset Manager) entwickelt, mit dem sich Geräte und Projekte planen und verwalten lassen. So wird der Fuhrpark von Bauunternehmen optimal ausgelastet. Live-Standort, Betriebsstunden, Stromspannung: alles auf einem Blick. Ein Telematik-Modul am Baugerät erfasst dafür alle nötigen Zustandsdaten. Das NB-IoT-Netz der Telekom übermittelt die Daten an eine zentrale Plattform. Statusinformationen sendet das System automatisch.

LTE-M für einfache LoRaWAN Installation 

Und die Telekom geht weitere Schritte auf dem Weg zu einem weltumspannenden, offenen Internet der Dinge: Dazu hat die Telekom eine Partnerschaft mit The Things Industries (TTI), einem globalen LoRaWAN Netzwerkanbieter, geschlossen. LoRa ist wie NB-IoT ein Schmalband-Netz für IoT. Es basiert auf lizenzfreien Frequenzbändern und benötigt dedizierte Gateways. Via LTE-M kommunizieren vorkonfigurierte LoRaWAN-Gateways mit der Geräte- und Datenplattform von TTI. Die Verwendung von LTE-M reduziert die Kosten im Vergleich zu 2G, 3G oder LTE mit günstiger Hardware und geringen Nutzungskosten. Die Gateways unterstützen optional LoRa 2,4GHz für globale Einsätze. 

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